| Datenströme in Unternehmen

Wie Big Data Geschäftsmodelle verändert

Der Einfluss von Daten wächst.
Bild: Haufe Online Redaktion

Immer mehr Firmen verstehen nicht nur den Nutzen von Big Data, sondern begreifen auch, dass sich dadurch Geschäftsmodelle ändern müssen und werden. Eine neue Studie zeigt nun, wie der Einfluss von Big Data wirkt.

Die Studie Big & Fast Data: The Rise of Insight-Driven Business von Capgemini macht eins ganz deutlich. Unternehmen ist nicht nur klar, dass sie Investitionen in Big Dat tätigen müssen, sie tun es auch. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer will in den nächsten drei Jahren in diesem Bereich mehr ausgeben als jemals zuvor. Was die Veränderung angeht, so kristallisieren sich vier Felder heraus. (So gelingt die Digitale Transformation in Ihrem Unternehmen)

 

1. Der Effizienz- und Kostenreduzierungs-Fokus

Rund Zwei Drittel der Studienteilnehmer sehen Big Data als Schlüssel dazu, ihrer Organisation mehr Effizienz und Wettbewerbsstärke zu verleihen. Die primäre Erkenntnis durch Big Data ist jedoch, dass es Geschäftsfelder gibt, in denen Kosten gespart werden können. Zwei unterschiedliche Wege sind dabei am häufigsten anzutreffen: Durch die Auswertung von Big Data können Praktiken identifiziert werden, die entweder sehr effizient oder sehr ineffizient sind. Durch eine Anpassung der jeweiligen Schwerpunkte kann hier Geld gespart werden. Auch die Eindämmung von Betrug gehört hierzu. Die zweite Taktik betrifft die Modernisierung der IT-Strukturen. Hier gibt es oft Verbesserungspotential durch moderne Open-Source-Lösungen, aktuelle Hardware oder beides zusammen. So lässt sich gerade für datenintensive Unternehmen viel Geld sparen.

 

2. Der Wachstums-Fokus für existierende Felder

Das Problem mit Kostenreduzierung ist, dass sich dadurch keine neuen Chancen ergeben. Diese müssen aber identifiziert werden, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Vor allen in hart umkämpften Branchen. Über 60 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass Big Data in sich ein Wachstumstreiber für ihre Firma wird. Vor allem die Verbesserung bestehender Angebote durch ein besseres, auf Big Data basiertes, Kundenverständnis hat hier Priorität. Nur dadurch ist es möglich, gleichzeitig innovative, aber auch relevante Angebote zu erschaffen, die auch tatsächlich auf Gegenliebe bei den Kunden stoßen. Nicht nur was die Features betrifft, sondern auch was die Nutzererfahrung betrifft.

 

3. Vergrößerung und Aufteilung von Geschäftsfeldern

Die laut Capgemini größte Erkenntnis der Studie ist die Schaffung neuer Einnahmemöglichkeiten durch das Aufbrechen oder Erweitern bekannter Geschäftsfeldgrenzen. Dadurch ergeben sich neue Einnahmequellen. Fast zwei Drittel der Studienteilnehmer geben an, hier das größte Potential zu sehen.  Wieder helfen die Erkenntnisse über Kunden am meisten. Zum Beispiel investieren immer mehr Telekommunikationsfirmen in standortbasierte Dienste, nachdem sie durch Big Data gemerkt haben, dass sich dadurch Kunden gewinnen lassen. Zwar handelt es sich hier um einen besonders starken B2C-Trend, aber auch B2B-Branchen profitieren in diese Richtung.

 

4. Monetarisierung der Daten-Ströme selbst

In gewissen Geschäftsfeldern ist es eindeutig, dass Datenbasierte-Dienste die zentralen Produkte sind oder werden. So glauben 63 Prozent, dass der Verkauf von Daten genauso wertvoll werden könnte, wie vorhandene Produkte. Zwar gibt es hier ein starkes Gefälle, je nach Branche, aber als relevant sehen das alle Teilnehmer an.

 

Über die Studie

Die Studie von Capgemini befragt 1.000 Entscheider in neun Regionen und neun Branchen zu Big-Data-Themen. Die Studie können Sie hier herunterladen.

 

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Schlagworte zum Thema:  Big Data, Daten, Marketing Automation

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