07.04.2015 | Prime

Wie Amazon Kundenbindung perfektioniert

Prime bindet Kunden.
Bild: Michael Bamberger

Seit 2005 gibt es bei Amazon mit „Prime“ ein Kundenbindungsfeature. Seit dem Start hat Amazon mehr und mehr Vorteile für seine Prime-Kunden herausgeschlagen. Das scheint sich nun auszuzahlen, wie eine neue Studie beweist. Kaum ein Prime-Kunde zieht eine Amazon-Alternative überhaupt in Betracht.

Mittlerweile ist Amazon Prime mehr als kostenloser Expressversand. Prime bietet Zugang zur hauseigenen Streamingplattform, zur Kindle-Leibibliothek, zu exklusiven Preisen für hauseigene Produkte und in immer mehr amerikanischen Städten auch zur Same-Day-Delivery. Amazon hat Prime also stark ausgebaut – mit Erfolg.

 

Prime: Eine Erfolgsgeschichte

Der aktuelle Millward Brown Digital Report legt dar, dass die Conversion-Rate für Prime-Mitglieder in den USA bei 63 Prozent liegt. Heißt: Surft ein Prime-Mitglieder auf Amazon und sucht ein Produkt, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass er es kauft, 63 Prozent. Eine normale Conversion-Rate liegt im Bereich von drei bis vier Prozent. So ist es auch bei normalen Amazon-Einkäufern.

Nicht nur die Conversion-Rate ist beeindruckend. Amazon konnte im vergangenen Jahr den Traffic von Prime-Mitgliedern um 300 Prozent steigern. Und Amazon baut Prime auch weiter aus, macht aus Same-Day-Delivery Same-Hour-Delivery. In immer mehr amerikanischen Städten können Prime Kunden mit der Option bestellen, dass die bestellte Ware innerhalb einer Stunde bei ihnen ist. Für gerade einmal knapp acht Dollar. (Lieferung am selben Tag ist das nächste "große Ding")

 

Kundenbindung par excellence

Nicht nur die Conversion- und Traffic-Zahlen sind beeindruckend. Die Studie zeigt auch, dass weniger als ein Prozent der Primemitglieder überhaupt andere Online-Shops in Betracht ziehen. Für die Konkurrenz bedeutet das, dass die Einflussname auf Primekunden zunehmend hoffnungslos ist, weil Amazon es verstanden hat, sie möglichst eng an sich zu binden. Der Report führt mehrere Beispiele an, die diese Hypothese untermauern. So verliert Amazon im Schnitt zwölf Prozent der Online-Shopper in der Customer-Journey an Walmart. Bei Prime-Mitgliedern sind es unter einem Prozent. Die Zahlen für andere Online-Shops fallen noch drastischer aus.

Für den Millward Brown Digital Report wurden zwei Millionen amerikanische Online-Kunden analysiert. Den Report finden Sie hier.

 

Quelle: internetretailer.com

 

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Schlagworte zum Thema:  Amazon, Kundenbindung, Online-Shop

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