Im mobilen Umfeld ist Geschwindigkeit Trumpf - auch für die Onlinewerbung. Bild: Thomas Klimpel

Wenn mit den Accelerated Mobile Pages (AMP) von Google nicht nur die Website, sondern auch die Werbung schneller lädt, kann das die digitale, respektive mobile Werbung nachhaltig verändern. Das müssen Sie wissen.

AMP steht für Accelerated Mobile Pages und bezeichnet ein im letzten Jahr gestartetes Open-Source-Projekt, an dem Google als AMP-Betreiber federführend mitgewirkt und das Google maßgeblich weiterentwickelt hat. AMP, das haben die letzten Monate gezeigt, verändert mobiles Surfen nachhaltig. Denn: AMP-Webseiten sind technisch so konzipiert, dass sie blitzschnell laden und im SEO-Ranking on top angezeigt werden. Der "Turbolader" beschleunigt dabei auch die auf den AMP-Seiten integrierten Werbemittel, die somit ebenfalls weitaus schneller sichtbar sind.

Gerade im mobilen Umfeld ist Geschwindigkeit Trumpf. Ein Problem bei der Mobile-Werbung – egal ob Display oder Video – waren bisher die langen Ladezeiten der Webseiten und damit auch die oft sehr langen Ladezeiten der Ads. Nicht zuletzt dieses eingeschränkte mobile Surferlebnis führt bei den Nutzern zu einer begrenzten Akzeptanz von mobiler Werbung und zum verstärkten Gebrauch von Adblockern auch auf mobilen Endgeräten.

AMP-fähige Werbung ist für viele interessant

Wenn mit den AMP nun nicht nur die Websites, sondern auch die Werbemittel schneller laden, führt dies nicht nur zu einer besseren Performance, sondern trägt sicher auch dazu bei, dass mobile Werbung eine bessere Nutzerakzeptanz erfährt. Es ist also keine Übertreibung, zu sagen, dass AMP-Ads das Potenzial haben, digitale Werbung zu revolutionieren. Dabei sind AMP-fähige Ads nicht nur für Publisher und Vermarkter interessant: Auch für Kreative bieten sich zahlreiche neue Möglichkeiten – sei es bei Formaten oder auch der kreativen Gestaltung.  

Voraussetzung für AMP-fähige Ads ist jedoch, dass jedes mobile Werbemittel als HTML5-Ad oder als Native Ad konzipiert wird, denn nur so können Werbemittel im AMP-Umfeld angezeigt werden. Für die endgültige Ablösung von Flash durch HTML5 sprechen also nicht nur die bereits hinlänglich bekannten Sicherheits- und Usabilitygründe, sondern jetzt auch die AMP.

Um den Wechsel zu erleichtern, stehen bereits unterschiedliche HTML5-Builder dem Markt zur Verfügung. Diese Tools erlauben Kreativen und Designern, wie in Flash gewohnt, ohne Programmieraufwand Timeline gesteuerte Werbemittel zu erstellen und umfänglich zu testen. Damit sinkt der technische, zeitliche und personelle Aufwand erheblich und die Erstellung AMP-kompatibler Werbemittel wird deutlich optimiert.

AMP-Ads erlauben dabei mehr als nur die reine Adaption eines Desktop-Werbemittels. Neue Features wie die Integration von Location Based Marketing, Click2Call oder auch sensoroptimierte Ads bieten ein völlig neuartiges, spielerisches und fast schon haptisches Heranführen der Nutzer an beworbene Produkte und öffnen damit die Tür zu einer Vielzahl an innovativen Werbekonzepten.

Eine wichtige Voraussetzung gilt es dabei in der Auslieferung zu beachten: Alle an der Adserving-Kette beteiligten Parteien müssen SSL-fähig sein (inklusive aller Redirects). Es muss also darauf geachtet werden, dass alle involvierten Systeme das Werbemittel HTTPS-verschlüsselt ausliefern. Am Ende dieses Prozesses steht dafür ein hervorragend performendes Werbemittel auf einer extrem schnellen AMP-Website.

Etablierte Formate auf HTML5-Basis (Display, Native, Rich Media und Video), eine sichere Auslieferung über SSL und höhere Ladegeschwindigkeiten sorgen also für in jeder Hinsicht optimierte Werbeprodukte, die das Zeug haben, klassische digitale Werbung in eine zukunftsweisende Richtung zu entwickeln. Manche Revolutionen können ganz einfach sein.

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Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, Online-Marketing

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