07.11.2013 | OWM-Umfrage

Werbungtreibende wollen wieder mehr Geld ins Marketing stecken

Die Marketingbudgets steigen wieder, Treiber bleibt Online.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im laufenden Jahr haben die werbungtreibenden Unternehmen etwas weniger investiert als noch 2012: Während nur 36 Prozent der Mitglieder der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) angaben, mehr Geld in Werbung gesteckt zu haben, waren bei 44 Prozent die Budgets niedriger als im Vorjahr. 20 Prozent ließen das Volumen unverändert. Für das kommende Jahr sieht es besser aus, vor allem für Online.

Über die Hälfte der befragten Unternehmen plant, die Budgets aufzustocken, ein gutes Drittel will die Höhe der Etats unverändert lassen. Nur bei 14 Prozent werden sich die Media-Ausgaben verringern. Dies dürfte daran liegen, dass rund die Hälfte der werbungtreibenden Unternehmen für das kommende Jahr mit steigenden Umsätzen rechnet. Lediglich zehn Prozent sehen einen Abwärtstrend.

Vor allem die digitalen Medien könnten von dieser Entwicklung profitieren, so die OWM. Denn schon in diesem Jahr haben die Werbungtreibenden ihre Ausgaben für Onlinewerbung gesteigert. 73 Prozent der Befragten gaben an, mehr in Internetwerbung investiert zu haben als im Jahr zuvor, nur zwei Prozent haben ihre Ausgaben in diesem Bereich verringert. Ein Trend, der schon seit einigen Jahren anhält. Unter Druck stehen die Printmedien. 54 Prozent der OWM-Unternehmen haben im laufenden Jahr weniger für Zeitschriften- und Zeitungswerbung ausgegeben als im Jahr zuvor, sieben Prozent haben mehr investiert. Weitgehend stabil zeigt sich die Entwicklung der Werbeausgaben für TV und Plakat: Unterm Strich bleibt hier die Höhe der Investitionen unverändert. Eine leichte Abwärtsbewegung ist beim Radio erkennbar: 27 Prozent haben ihre Etats hier verringert, nur 12 Prozent erhöht.

Als wichtigsten Trend für das Marketing der Zukunft sehen die Werbungtreibenden die zunehmende Verfügbarkeit von Daten, mobile Technologien sowie die wachsende Markt- und Informationstransparenz. Auch die Frage der Leistungsnachweise treibt die Branche laut OWM um: Die Werbungtreibenden wünschen sich mehrheitlich verbesserte Nachweise über die Werbewirkung und verstärkte Anstrengungen auf dem Weg zu einer einheitlichen Mediawährung. Als größte Herausforderung sehen die Werbungtreibenden insgesamt die Digitalisierung, die ihren Job stark verändert.

Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) vertritt die Interessen von mehr als 110 Unternehmen, die in toto mehr als 8,5 Milliarden Euro im Jahr für Kommunikation und Werbung ausgeben.

Schlagworte zum Thema:  Markenführung, Online-Marketing, Werbung, Marketing

Aktuell

Meistgelesen