12.06.2013 | Werbewirkung

Online-Marketing kaum relevant

Printanzeigen sind für Deutsche, Briten und Franzosen immer noch am relevantesten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das überrascht: Für deutsche Verbraucher spielt Online-Werbung kaum eine Rolle. Sie achten vor allem auf Anzeigen in Zeitschriften, auf Plakate und Schaufensterauslagen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung im Auftrag von Adobe.

Die drei bevorzugten Werbeträger für deutsche Verbraucher sind demnach Zeitschriften (28 Prozent), Plakate (23 Prozent) und Schaufenster (21 Prozent). Und zwei Drittel der deutschen befragten Verbraucher sagen, dass TV-Werbung wichtiger sei als Online-Werbung. In Frankreich liegen Zeitschriften ebenfalls vorne, gefolgt von Plakaten und dem Fernsehen. Zeitschriften führen die Beliebtheitsskale auch in Großbritannien an, sogar mit 39 Prozent, vor Fernsehen und, immerhin, Online-Werbung auf dem dritten Platz.

Woran liegt das? Mark Phibbs, Vice President EMEA Marketing bei Adobe meint: Klassische Werbung sei in den vergangenen Jahrzehnten perfektioniert worden, außerdem seien Verbraucher an sie gewöhnt. Online-Kanäle dagegen seien relativ neu, "es ist nicht ganz überraschen, dass [sie] nicht gleichermaßen erfolgreich sind". Dennoch müssten Marken herausfinden, was funktioniert und was nicht. Die Studie mache deutlich, dass "Marken eine menge tun müssen, um die Aufmerksamkeit der Konsumenten in der digitalen Welt zu erhalten".

Die Studie "Click Here: State of Online Advertising" liefert noch weitere interessante Ergebnisse. So sagen 73 Prozent der deutschen, Anzeigen sollten eine einzigartige Geschichte erzählen, statt nur das Produkt zu verkaufen. 82 Prozent finden eine lustige Werbung effektiver als sexy Motive. Auch spannend: 40 Prozent der Social-Media-Nutzer wünschen einen "Gefällt mir nicht"-Button.

Adobe hat auch danach gefragt, wie Kunden personalisierte Werbung auf Basis von Daten zur Kaufhistorie empfinden. Die gute Nachricht: 46 Prozent haben eine neutrale Haltung dazu, 44 Prozent eine positive. Allerdings bekommen 64 Prozent bei gezielter Werbung, die diese Daten nutzt, immer noch ein "gruseliges Gefühl".

Für die Studie wurden insgesamt 3.750 Erwachsene in Deutschland, Großbritannien und Frankreich online, darunter 750 Marketingentscheider.

Schlagworte zum Thema:  Zeitschrift, Werbewirkung, Online-Marketing, Werbung

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