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Werbende mit strategischen Defiziten im Social Web

Die Mehrheit der Werbungstreibenden in Deutschland besitzt keine Social-Media-Strategie. Laut einer von der Agentur Webguerillas in Auftrag gegebenen Studie wissen zum Teil nicht mal die Marketingentscheider, ob überhaupt eine Strategie existiert.

Die Gfk befragte im Auftrag der Münchner Werbeagentur rund 300 Führungskräfte im Marketing über die Nutzung alternativer Werbeformen im Internet. Demnach betreibt jedes zweite deutsche Unternehmen Social-Media- beziehungsweise Community-Marketing. Anhand einer festgelegten Strategie gehen jedoch lediglich rund 40 Prozent vor. 8,5 Prozent besitzen keinerlei Kenntnis über eine eventuell existierende Strategie und auch gängige Tools wie Online Monitoring und Social-Media-Guidelines werden in nicht mehr als der Hälfte der in Sozialen Netzwerken aktiven Unternehmen genutzt. Spezielle Blogger-Trainings und interne Social-Media-Trainings werden von weniger als einem Drittel angeboten.

Offenbar agieren deutsche Unternehmen noch immer nach dem Prinzip Trial & Error. Dabei würden sie das enorme Potenzial, das ein professionelles Social-Media-Marketing ihnen bieten könnte verschenken, so das Fazit der Webguerilla-Experten. Dessen ist sich die Mehrheit durchaus bewusst, denn drei von vier Befragten messen Social Networks eine große bis sehr große Bedeutung bei. Dementsprechend planen zwei Drittel der Befragten, ihre Investments in alternative Werbung zu steigern. Insgesamt wird dennoch weiterhin weit weniger Geld investiert werden als in traditionelle klassische Werbung. (sas)

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