20.10.2015 | Werbemarkt

Mobile Werbung wächst weiter deutlich

Im Bereich E-Commerce investiert die Reisebranche besonders viel in Werbung.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mit einem Plus von mehr als 57 Prozent bleibt mobile Werbung die am stärksten wachsende Mediengruppe. Nielsen zufolge hat sich auch der gesamte deutsche Werbemarkt in den letzten drei Quartalen positiv entwickelt. Die Werbeausgaben des E-Commerce-Marktes überschreiten bis Jahresende erstmals die Marke von drei Milliarden Euro.

Um 2,9 Prozent ist der deutsche Werbemarkt in den ersten drei Quartalen dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen, ein Plus von 19,96 Milliarden Euro. Das Wachstum im dritten Quartal 2015 stieg gegenüber dem Vorjahr sogar um fünf Prozent.

Wachstumstreiber bleibt die mobile Werbung mit einem beeindruckenden Plus von 57,2 Prozent. Andere Werbegruppen können da bei weitem nicht mithalten: Das Leitmedium Fernsehen verbuchte  beispielsweise bis Ende September 2015 rund 9,2 Milliarden Euro, ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt fließt jedoch noch immer rund die Hälfte (46 Prozent) in TV-Werbung.

Viel Werbung kommt von E-Commerce-Unternehmen, nicht nur mobil

Besonders groß sind die Werbeausgaben im Bereich E-Commerce. Investiert wird vor allem in Fernsehwerbung mit einem Anteil von 70,5 Prozent. Das größte prozentuale Wachstum verzeichnen At-Retail-Media (plus 743,3 Prozent), Kino (plus 281 Prozent) und Mobile (plus 203,8 Prozent). Deutlich weniger investiert wurde hingegen in Printwerbung. Publikumszeitschriften zum Beispiel verloren 18 Prozent. Im gesamten Mediamix liegen Publikumszeitschriften jedoch weiter auf dem vierten Platz.

Branchenprimus im Bereich E-Commerce bleibt mit deutlichem Abstand die Reisebranche. Sie investiert 529,2 Milliarden Euro in Werbung, ein Plus von 40,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Weitere Zahlen im Überblick: Zuwächse von 7,1 beziehungsweise 9,7 Prozent verzeichnen in den ersten drei Quartalen des Jahres auch Out-of-Home-Medien und Kino-Werbung. Ein leichtes Wachstum verbuchen zudem die Medien Internet (plus ein Prozent) und Radio (plus 0,8 Prozent). Leichte Verluste muss Print hinnehmen (minus 1,3 Prozent), wobei Zeitungen und Fachzeitschriften mit einem minimalen Plus von 0,2 beziehungsweise 0,1 Prozent stabil bleiben. Publikumszeitschriften verlieren hingegen 3,4 Prozent.

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Schlagworte zum Thema:  Werbung, Online-Marketing, Mobile Marketing, Marketing, Mediaplanung

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