12.02.2015 | Recruiting

Werbebranche muss um digitale Fachkräfte kämpfen

In der Wirtschaft gibt es ein Tauziehen um die besten digitalen Köpfe.
Bild: image club graphics, inc.

Die Werbewirtschaft gilt als reizvolles Arbeitsfeld, doch gerade um Fachkräfte für digitale Themen buhlen auch andere Branchen. Insgesamt bleibt die Zahl der Arbeitsplätze in der kommerziellen Kommunikation mehr oder weniger unverändert.

In der Werbewirtschaft werden Experten für Social Media, Suchwortvermarktung oder Webentwicklung eifrig gesucht. Doch auch klassische Werbeberufe wie Art Director, Kontakter oder Schauwerber sind gefragt. So lautet das Fazit der Arbeitsmarktanalyse des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). "Die Werbewirtschaft wird ihre besondere Attraktivität noch deutlicher gegenüber dem Nachwuchs herausstreichen müssen, damit dieser sich für unsere Branche entscheidet. Auch andere Wirtschaftszweige suchen händeringend nach Digitalkräften", kommentiert Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW.

Die Jobofferten normalisierten sich nach einer extremen Nachfrage im ersten Halbjahr 2014 und erreichten den sehr guten Gesamtwert von  plus 22 Prozent und insgesamt gut 3.700 Stellenangeboten für das Jahr 2014. Diese Entwicklung lief parallel zur Werbekonjunktur: Dem guten Start und positiven Schwung durch die Fußball-WM folgte eine schwächere zweite Jahreshälfte mit Unsicherheiten, ausgelöst durch den Russland-Ukraine-Konflikt, aber auch durch die wirtschaftlich schwierige Situation einiger europäischer Märkte, so dass die Konjunktur und damit auch der Werbemarkt erst zum Jahresende aufgrund der stabilen Binnennachfrage wieder an Fahrt aufnehmen konnte. Daher rechnet der ZAW für 2015 mit weiter steigenden Stellenangeboten für Werbeexperten.

Die Zahl der Arbeitsplätze in der kommerziellen Kommunikation veränderte sich kaum: Während die Mitarbeiterzahl im Agenturbereich und der Digitalwirtschaft weiter stieg, sank sie in der Druckindustrie. 2014 lag die Gesamtzahl bei 900.500 Arbeitsplätzen in der kommerziellen Kommunikation. Die Arbeitslosenzahlen veränderten sich mit Minus von 1,4 Prozent leicht nach unten: Für 2014 weist die Bundesagentur für Arbeit 24.795 Arbeitslose im Bereich Werbung und Marketing aus.

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Schlagworte zum Thema:  Werbung, Marketing, Social Media, Suchmaschinenmarketing

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