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Welche Social-Media-Nutzertypen es gibt - und wie sie sich unterscheiden

Nicht alle Social-Media-Nutzer sind gleichermaßen aktiv.
Bild: Haufe Online Redaktion

Dass nur ein kleiner Teil der Social-Media-Nutzer für einen Großteil des Engagements verantwortlich ist, ist keine Neuigkeit. Dennoch lohnt sich ein differenzierter Blick. Vision Critical hat eine entsprechende Analyse erstellt.

Der Report "What Social Media Analytics Can't Tell You" kommt zu dem Schluss, dass die Mehrheit der Social-Media-User nur die Inhalte, die von anderen gepostet wurden, konsumiert. In deren Verhalten hätten die Unternehmen deshalb automatisch weniger Einblick. Das Kaufverhalten sehr aktiver Nutzer unterscheide sich signifikant von dem der weniger aktiven. Ebenso verhält es sich laut Vision Critical mit dem TV-Konsum und den Empfehlungspräferenzen.

Es gibt demnach drei verschiedene Typen von Social-Media-Nutzern. Die "Lurkers" ("Schleicher"), die wöchentlich oder noch seltener posten, die "Dabblers" (Plätscherer), die zwei bis vier Mal in der Woche aktiv sind, sowie die "Enthusiasts", die häufiger als fünf Mal pro Woche posten. Dabei machen die Enthusiasten nur 30 Prozent der gesamten Audience aus, sorgen aber für 85 Prozent aller Updates in den Social Media. Der größte Teil der Social-Media-Zuhörerschaft (52 Prozent) gehört zu den "Lurkers", die lediglich fünf Prozent aller Posts beisteuern.

Dass die "Lurkers" sich eher still verhalten, heißt nicht, dass sie gar nichts machen. Fast 70 Prozent von ihnen nutzen täglich Facebook. Bei den "Dabblers" sind es sogar 90 Prozent.

Die "Enthusiasts" unterscheiden sich in ihrem Kaufverhalten deutlich von den anderen Zielgruppen. Sie sind stärker auf einen guten Deal aus und nutzen eher die Social Media im Kaufprozess. Sie teilen auch häufiger ihre Meinung mit anderen (79 Prozent) oder geben Tipps (88 Prozent). Die "Lurkers" hingegen sind weniger darauf aus, ihre Freunde zu beeinflussen und sind selbst auch weniger von ihren Freunden beeinflusst.

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Schlagworte zum Thema:  Social Media, Online-Marketing, Kaufverhalten

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