07.12.2011 | Online-Marketing

Webmonitoring noch keine Selbstverständlichkeit

Beim Webmonitoring haben sowohl Unternehmen als auch Agenturen noch Nachholbedarf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Dpa-Tochter Newsaktuell und Faktenkontor.

Selbstverständlich ist professionelles Webmonoring demnach in den wenigsten PR-Agenturen oder Pressestellen deutscher Unternehmen. Laut PR-Trendmonitor „Zwischen Social Media, Apps und klassischer Pressearbeit. Wohin treibt die PR-Branche?“ unter mehr als 2.500 Fach- und Führungskräften hat ergeben, dass noch immer 22 Prozent der Unternehmen komplett auf ein Monitoring verzichten. Rund jeder Sechste sichtet immerhin einmal im Monat seine Webclippings (16 Prozent). Ob und wie Social Media beobachtet werden, hängt offenbar auch von der Unternehmensgröße ab: 26 Prozent der Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern sehen überhaupt keinen Sinn darin, Webinhalte zu verfolgen.

Bei den meisten scheint das Interesse aufgrund der Medienpräsenz des Themas jedoch geweckt: Mehr als jede dritte Pressestelle beobachtet das Internet täglich, jedes vierte Unternehmen wirft mithilfe einer Agentur jeden Tag ein Auge darauf. Als gutes Beispiel geht momentan die Handelsbranche voran, die den Einsatz von Social media fürs Business für sich entdeckt hat. 43 Prozent wollen ganz genau wissen, was im Internet über sie verbreitet wird, wobei rund ein Drittel wöchentlich oder sogar mehrmals in der Woche Monitoring-Tools einsetzt.

Für jede dritte Pressestellen ist dies vor allem hinsichtlich einer Krisenkommunikation relevant, 34 Prozent wollen auf diese Weise die Konkurrenz im Auge behalten. Weitere Gründe sind Trend- und Innovationsmanagement (Pressestellen: 23; Agenturen 29 Prozent), Kampagnen-Management (Pressestellen: 23; Agenturen 27 Prozent) und Social-Media-Optimization (beide 24 Prozent).

Für rund drei Viertel ist Google-Alert bislang das Mittel der Wahl, knapp die Hälfte setzen inzwischen auf professionelle Tools. Mehr als die Hälfte scheint mit der kostenlosen Lösung bislang zufrieden zu sein und plant keine Investitionen. (sas)

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