04.09.2015 | Mobile Devices

Wearables: Der Nutzen ist vielen noch unklar

Mehr als die Hälfte der Interessierten würde Wearables zur Optimierung ihrer sportlichen Leistungen nutzen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Bereitschaft zur Nutzung ist hoch, die tatsächliche Nutzung jedoch gering. So lautet das Fazit einer Studie zum Thema Wearables von Yougov. Grund: Vielen ist unklar, was sie damit anfangen sollen.

Smartwatches, Datenbrillen, Aktivitätstracker – an Wearables kommt seit einiger Zeit kaum jemand mehr vorbei. Sich durchsetzen können Smart Devices sich aber voraussichtlich nur sehr langsam. Während die Bekanntheit unter Smartphone-Besitzern in den letzten Monaten von 48 auf 52 Prozent gestiegen ist (April bis Juli), bleibt die tatsächliche Nutzung mit gerade einmal drei Prozent sehr verhalten. Diese Zahlen liefert die Studie "Smartphone Mobile Internet Experience (SMIX) des Marktforschers Yougov.

Dabei ist die grundsätzliche Nutzungsbereitschaft relativ hoch. Jeder Siebte (15 Prozent) kann sich vorstellen, in den kommenden zwölf Monaten Wearables zu nutzen. Demgegenüber stehen allerdings 38 Prozent, die bislang keinerlei Interesse entwickelt haben. Ein Hinderungsgrund ist für mehr als ein Viertel (28 Prozent) das Thema Datenschutz. Sie wollen nicht, dass ihre Daten von Dritten überwacht werden.

Es gelte Barrieren zu überwinden, sagt Yougov-Vorstand Holger Geißler. Der Nutzen solcher Geräte müsse sehr viel deutlicher kommuniziert werden. Nur wenn dies gelinge, würden aus Ablehnern Nutzer.

Jene, die an Wearables interessiert sind, erkennen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. 55 Prozent wollen sie einsetzen, um ihre sportlichen Leistungen zu optimieren, 50 Prozent würden sie zur Navigation nutzen und ebenso viele finden es interessant, sich medizinisch überwachen zu lassen. Aber die Nutzer wollen mehr als reine Überwachungsfunktionen: Jeder Dritte möchte Termine verwalten und jeder Vierte telefonieren können.

Bei den potenziellen Herstellern hat Apple mit 45 Prozent die Nase vorn. 36 Prozent trauen Samsung die nötige Expertise zu, dahinter folgen Google (29 Prozent), Microsoft (20 Prozent) und Sony (18 Prozent). Infrage kommen für manche aber auch Sportartikelhersteller wie Adidas (zwölf Prozent), Nike (elf Prozent) oder Puma (acht Prozent).

Für die Studie wurden mehr als 1.500 Smartphone-Nutzer befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Digitalisierung

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