07.01.2014 | Online-Marketing

Was wird 2014 im Social-Media-Marketing wichtig?

Diese Social-Media-Trends stehen vor dem Durchbruch.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Der einflussreiche Social-Media-Blogger Jeff Bullas veröffentlicht die seiner Meinung nach größten Social-Media-Trends 2014. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst.

1. Ohne Geld geht immer weniger

Alle großen sozialen Netzwerke – mit Ausnahme von Google+ – haben mittlerweile bezahlte Werbung im Repertoire. Mit den Börsengängen von Twitter und Facebook stehen die Unternehmen nun in der Pflicht, für ihre Shareholder auch Rendite zu erwirtschaften. Gratis Reichweite gehört also mehr und mehr der Vergangenheit an, bezahlter Werbung gehört auch in sozialen Netzwerken die Zukunft.

2. Ein Plan muss her

Mittlerweile reicht es nicht mehr nur zu sagen, man mache Social-Media-Marketing, da man eine Twitter- und Facebook-Seite besitze. Social Media muss ins Zentrum einer Marketing-Strategie gestellt werden. Es bedarf eines Plans mit Zielen, eigenem Budget und eigenen Ressourcen.

3. Brands werden die wichtigeren Publisher

Brands haben die Macht von Social Media früher erkannt als traditionelle Publisher. Sie produzieren hochwertigen Content in allen möglichen Formen, da sie erkannt haben, dass guter Content und Social Media Hand in Hand gehen. Gerade Red Bull ist hier ein leuchtendes Beispiel und konnte eine große Menge an Followern generieren, durch die die Social-Media-Aktivitäten des Unternehmens leben. Laut einer Studie werden 99 Prozent der Unterhaltungen über Brands von Followern der jeweiligen Marke geführt. Das zeigt die Macht einer solchen Gruppe.

4. Social Media wird noch visueller

Mit Bildplattformen wie Pinterest, Vine und Instagram war bereits 2013 das Jahr der Bilder in sozialen Netzwerken. Dieser Trend geht auch 2014 weiter. Gerade das immer schneller werdende mobile Internet erlaubt es auch Smartphone- und Tablet-Nutzern, diese Netzwerke in aller Ausführlichkeit zu nutzen.

5. Mobile und Social Media gehören enger verknüpft

Mit der flächendeckenden Verbreitung von mobilen Geräten muss Social-Media-Content 2014 zwingend auch für diese Gruppen optimiert sein. Die Zielseite muss unbedingt mobil optimiert, am besten sogar responsive, sein. Auch bei Video-Content und Bildern muss dieser Punkt im Blick sein. War Mobile bei Social Media im letzten Jahr noch ein nettes Gimmick, wird es 2014 eine Notwendigkeit.

6. Automatisierung ist zulässig

Lange war es verpöhnt, Social-Media-Aktivitäten jeglicher Art zu automatisieren. Aber viele neue Start-Ups kümmern sich genau darum. Social-Media-Marketing muss effektiver werden, weswegen Automatisierung kein Tabu mehr ist.

7. Wearables in großen, kleinen Schritten

2014 könnte das Jahr der Smartwatches und allen anderen Wearables werden – oder nicht. Wearables sind momentan eine nicht exakt zu bestimmende Variable im Social-Media-Marketing. Der Erfolg oder das Scheitern von Google Glass und ob Apple im Markt aktiv werden wird, wird große Auswirkungen haben. Viele Start-ups bringen sich auch hier in Position, um dem kommenden Hype gerecht zu werden. Gut möglich aber, dass wir uns erst 2015 intensiv mit diesem Thema beschäftigen müssen – zumindest von einem Social-Media-Standpunkt aus.

8. Google+ wird Content relevant

Das Wachstum von Google+ ist mittlerweile unbestreitbar. Und da Googles soziales Netzwerk dazu da ist, Adwords zu helfen und selber keine Werbung einblendet, könnte Google+ auch für Facebook- und Twitter-Nutzer interessant werden. Google+ muss 2014 Teil einer Social-Media-Strategie sein.

9. Influencer werden von Marken umworben

Blogger und andere einflussreiche Social-Media-Figuren werden immer mächtiger. So mächtig, dass Firmen sie 2014 nicht mehr ignorieren können. Sponsoring von Influencern – wie etwa bei Spitzensportlern – könnte so zur Normalität werden.

10. Marken ignorieren klassische Medien

Als Beyonce im Dezember ihr neues Album veröffentlichte, ignorierte sie Pressetermine wie Aufritte in TV-Shows oder Zeitungsinterviews. Stattdessen kündigte sie das Album auf Instagram an. Gemessen an den Verkaufszahlen und dem darauffolgenden Social-Media-Hype war die Aktion ein Erfolg. Dieser Trend feiert 2014 vielleicht noch nicht den Durchbruch, aber Nachahmer sind garantiert. Die Frage lautet: Sind traditionelle Medien bei ausreichend großer Social-Media-Fanbase überhaupt noch relevant?

Quelle: Jeff Bullas

Schlagworte zum Thema:  Social Media Marketing, Social Web, Facebook, Twitter, Google Plus, Content Marketing, Mobile Marketing, Social Media, Online-Marketing

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