Marketer arbeiten immer öfter mit bewegten Bildern. Sollten sie auch. Bild: PictureP. - Fotolia

Als Content-Marketing-Format gewinnt Social Video weiter an Bedeutung. Aus sozialen Plattformen werden quasi Medien. Was das fürs Marketing bedeutet, hat David Tiltman vom Online-Dienstleister Warc zusammengefasst.

Aktuell wird im Marketing viel mit bewegten Bildern experimentiert. Marken testen, wie sie Video-Plattformen wie Twitters Periscope und Facebook Live einsetzen können. Eine der großen Aufgaben von Marketern besteht darin, die Ergebnisse von Social Video messbar zu machen.

Warc hat die Trends in Sachen Social Video für 2017 zusammengefasst.

Steigende Budgets. Die Ausgaben für Social Video werden steigen. Treiber ist auch hier Mobile. Forrester rechnet mit einer Steigerung der Ausgaben um 28 Prozent in den kommenden fünf Jahren.

Experimente mit Live-Video. Erste Unternehmen beginnen gerade, mit Live-Formaten zu experimentieren, denn erste Untersuchungen haben gezeigt, dass Nutzer diese Inhalte besonders häufig teilen und kommentieren. Allerdings gilt es zunächst herauszufinden, welche Inhalte sich für ein Live-Video eignen und womit die Zielgruppe überhaupt angesprochen werden kann.

Facebook übernimmt die Führung. Wenn aus Social-Media-Plattformen Rundfunkmedien werden, müssen sich Unternehmen überlegen, über welche Plattform ihr Publikum am besten erreicht werden kann - und sich auf diese konzentrieren. David Tiltman geht davon aus, dass Facebook sich als Lead-Plattform etablieren wird.

Social Video: Verschiedene Herausforderungen für das Marketing

Erfolge messen. Steigen die Investitionen in Paid Distribution, sinkt die Bedeutung der Teilen-Funktion. Tiltman rät, diesen Indikator dennoch im Blick zu behalten, denn wie gut ein Video beim Publikum ankommt, könne so zunächst am besten ermittelt werden.

Qualität entscheidet. Je mehr bewegte Bilder in den Social Media kursieren, desto schwerer wird es, die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen. Erste Erfahrungen zeigen, dass Qualität (hoher Produktionsstandard) besser ankommt als Quantität (Veröffentlichung vieler verschiedener Videos).

Mobile: Der 30-Sekunden-Spot wird zum 3-Sekunden-Spot. Unternehmen haben sehr wenig Zeit, die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen: gerade einmal drei Sekunden. Außerdem sollten Werbende beachten, dass viele Nutzer den Lautsprecher ausgeschaltet haben, während sie im Internet surfen. Stoßen sie dann auf ein Video, muss der Content auch lautlos verständlich rüberkommen.

Erfolgsmessung kritisch hinterfragen. Im September 2016 musste Facebook zugeben, dass die vom Unternehmen selbst geschätzte Verweildauer der Nutzer bei Videos niedriger lag als angenommen. Das Problem: Marketer sind und bleiben auch 2017 gezwungen, sich auf die Angaben der Plattformbetreiber zu verlassen.

Influencer erhöhen die Glaubwürdigkeit. Online-Influencer, einschließlich Vlogger, haben zwar oft eine geringere Reichweite, dafür können sie Markeninhalte deutlich glaubwürdiger vermitteln. Deshalb sind sie eine sinnvolle Ergänzung zu traditionellen Kanälen.

Mehr zum Thema: Die wichtigsten Video-Marketing-Trends für 2017

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Online-Marketing, Bewegtbild, Content Marketing

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