04.03.2016 | Social Media

Bildung und Geschlecht beeinflussen das Empfehlungsverhalten

Markenempfehlungen in den Social Media sind für Unternehmen wertvoll.
Bild: Fotolia LLC.

Das Empfehlungsverhalten von Influencern in den Social Media wird maßgeblich durch zwei soziodemografische Merkmale beeinflusst: Den Bildungsgrad sowie das Geschlecht. Dies haben Macromedia und die Webguerillas herausgefunden.

Demnach kommunizieren weibliche Influencer in den Social Media anders als männliche. Während Frauen beispielsweise eher Liken und Teilen, schreiben Männer gezielt eigene Kommentare und Posts. Ihr Expertentum leben Frauen und Männer in den Social Media also sehr unterschiedlich aus. Männer seien extrovertierter und stärker auf Meinungsmache aus, erklärt Prof. Dr. Dr. Castulus Kolo, Dekan der Hochschule Macromedia. Frauen agierten hingegen subtiler - und zwar auf allen wesentlichen Plattformen.

Auf Facebook kommentieren und posten 66 beziehungsweise 63 Prozent der männlichen Influencer regelmäßig. Bei den Frauen liegen die Werte bei 56 und 42 Prozent. Beim Liken und Teilen liegen wiederum die Frauen mit 75 zu 71 beziehungsweise 69 zu 63 Prozent leicht vorn.

Facebook zeigt die Unterschiede zwischen den Influencern am deutlichsten

Ganz ähnlich bei Blogs und Foren: Männer veröffentlichen tendenziell mehr eigene Beiträge (53 vs. 49 Prozent) und kommentieren auch häufiger (68 vs. 62 Prozent). Ebenso auf Youtube: Jeder zweite männliche, aber nur jeder dritte weibliche Influencer kommentiert regelmäßig Videos.

Eine wesentliche Rolle spielt darüber hinaus der Bildungsabschluss. Influencer mit abgeschlossenem Studium posten mehr eigene Inhalte als solche mit geringerer Bildung. Besonders deutlich werden die Unterschiede auf Facebook. Hochschulabsolventen sind mit 52 Prozent vertreten, alle anderen mit gerade einmal 33 Prozent. Entsprechend beteiligen sich Akademiker auch in Foren und Blogs am stärksten: 71 Prozent schreiben Beiträge über ihre Lieblingsmarken, 82 Prozent kommentieren die Einträge anderer User. Bei Multiplikatoren mit mittlerer Reife oder Abitur liegen die Werte bei 32 beziehungsweise 43 Prozent. Bei Youtube liegen sie bei 58 (Hochschulabschluss) und 33 Prozent (Ausbildung oder mittlere Reife).

Als Influencer gilt, wer in den letzten sechs Monaten mindestens einmal eine Markenempfehlung oder eine negative Äußerung in den Social Media verbreitet hat und darüber hinaus besonders gut vernetzt ist sowie über eine gute Reputation sowie Markenkenntnis verfügt. Zu den Influencern zählen deshalb rund neun Prozent der 18- bis 65-Jährigen, etwa 4,6 Millionen Menschen.

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