20.02.2014 | Serie Suchmaschinenoptimierung

Warum Sie noch heute den Google Authorship verwenden sollten

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Viele Parteien profitieren vom Google Authorship.
Bild: Comstock Images, a division of JupiterImages Corporation

Eine der weitreichsten Veränderungen der Suche in den letzten Jahren ist der Google Authorship. Dabei hat er seine volle Wirkung noch nicht einmal entfaltet. Auch deswegen ist es aus SEO-Sicht fast schon ein nicht zu verzeihender Lapsus, auf den Authorship zu verzichten.

Was ist der Google Authorship?

Mit dem Google Authorship können Sie Inhalte auf einer Seite mit einem Google+-Profil verknüpfen. Das funktioniert entweder per „rel=“author“ oder mit einem Link zum Google+-Profil des Autors unter oder über dem jeweiligen Artikel, so dass Google einwandfrei erkennen kann, wer den Artikel geschrieben hat. Die Anmeldung für den Authorship ist recht einfach und erfolgt direkt über Google.

In den Suchmaschinenergebnisseiten von Google (SERPs) bewirkt der Authorship, dass neben dem Suchergebnis ein Bild des Autors, sein Name, sowie die Anzahl der Google+-Kontakte erscheinen. Momentan experimentiert Google noch mit der Darstellung des Authorships. Es kann also sein, dass der Authorship nicht immer korrekt erscheint. Vor allem wenn Sie selber mit Ihrem Google+-Account eingeloggt sind,  bekommen Sie Ihr Bild in den Suchergebnissen derzeit in den meisten Fällen nicht angezeigt.

Natürlich will Google mit dem Authorship das Wachstum seines Netzwerks Google+ vorantreiben. Google hat das Patent zum Authorship bzw. zum dazugehörigen Agent Rank bereits 2005 angemeldet. Vom Authorship erhofft sich Google, über lange Sicht einen verlässlichen Faktor zu bekommen, um Inhalte im Netz besser anhand der inhaltlichen Qualität beurteilen zu können. Im Gegensatz zu Links handelt es sich beim Authorship um einen schlecht manipulierbaren Faktor. Auch Links können mit dem Authorship aber wieder wichtiger werden, weil Google dann sehen kann, wer die Links setzt.

Warum Sie den Authorship benutzen sollten

Zunächst einmal bewirkt ein Bild in den SERPs mehr Aufmerksamkeit. Diese resultiert auch in einer höheren Click Through Rate (CTR), also mehr Klicks für Ihre Seite. Verschiedene Studien sprechen von 38 Prozent bis 150 Prozent höheren Klickraten. Auch wenn diese Zahlen wohl etwas zu hoch angesetzt sind, ist unbestreitbar, dass der Authorship zu mehr Traffic führt.

Für den Nutzer ist ein Autorenbild ein Qualitätsmerkmal. Ein Artikel mit Authorship Markup wirkt vertrauensvoller, bietet unter Umständen sogar einen Wiedererkennungswert. So kann schneller eingeschätzt werden, ob der Zielartikel qualitativ hochwertig und deswegen lesenswert ist.

Für Autoren wie für den Betreiber der Webseite ist der Authorship ebenfalls lohnenswert. Das liegt zum einen am Agent Rank, heute besser bekannt als Author Rank. Die Idee dahinter: Veröffentlicht ein Autor viele Texte, die gute User Signale erhalten (Social Signs genauso wie eine lange Verweildauer oder eine geringe Return-to-SERP-Rate) und bei einer starken Domain publiziert sind,  steigt sein Author Rank. Die Texte dieses Autors werden in Zukunft also als qualitativ hochwertiger angesehen, was sich im Ranking niederschlagen könnte. Um den Author Rank ranken sich momentan noch viele Gerüchte. Ähnlich wie der Google Suchalgorithmus ist nicht klar, wie er berechnet wird. Vermutlich ist aber auch der thematische Schwerpunkt entscheidend. Durch den Author Rank kann der Autor seine Reputation bei Google verbessern. Das hat auch Vorteile für Unternehmen, die natürlich von starken Autoren profitieren. In wie weit der Author Rank derzeit bereits eine Rolle spielt, ist umstritten. Dass Google in Zukunft auf ein solches Tool zurückgreifen will, steht aber außer Frage. Auf Seiten wie dieser bekommt man einen ungefähren Eindruck, wie hoch der eigene Author Rank ausfällt.

Momentan wirkt sich der Authorship zumindest in Deutschland noch kaum bis gar nicht auf das Ranking in den SERPs aus. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass Google in diese Richtung will. Dazu reicht ein Blick auf ein Zitat von Eric Schmidt, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender von Google:

„Within search results, information tied to verified online profiles will be ranked higher than content without such verification, which will result in most users naturally clicking on the top (verified) results […] The true cost of remaining anonymous, then, might be irrelevance; even the most fascinating content, if tied to an anonymous profile, simply won’t be seen because of its excessively low ranking.”

Noch eine weitere Funktion erfüllt der Authorship. Dadurch, dass der Authorship die Quelle eindeutig macht, beugt er auch gegen Duplicate Content vor. Google kennt nun den Originalautor und kann Plagiatoren so schneller und gezielter bestrafen. Der Google Authorship ist also auch für den Urheberrechtsschutz wichtig.

Fazit

Jede Menge guter Gründe sprechen für die Nutzung des Google Authorships. Auf der Schattenseite steht der Verlust der Anonymität im Web. Für Autoren ist der Authorship aber auch ein Segen, da nun nicht mehr nur die Domain selbst von den Schreibfertigkeiten profitiert, sondern auch der Autor selbst eine starke Reputation im Web aufbauen kann. Zusammen mit der höheren CTR und den wohl kommenden besseren Rankings, ist die Nutzung des Authorships fast schon unausweichlich. Ihn nicht zu verwenden, ist wie gratis Werbeplatz auf dem größten Marktplatz der Welt aufzugeben.

Schlagworte zum Thema:  Google Plus, SEO, Social Media, SEM, Google, Suchmaschine, Suchmaschinenoptimierung, Online-Marketing, Marketing

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