22.05.2015 | Mobile Advertising Report

Warum Desktop besser als Mobile konvertiert

Gekauft wird weiterhin vorwiegend auf dem DEsktop.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die weltweite Smartphone-Verbreitung ist auf einen neuen Höchstwert geklettert, immer mehr Menschen nutzen das Smartphone zu Recherchezwecken, aber kaum jemand kauft tatsächlich mobil. Dieses Ergebnis präsentiert der Mobile Advertising Report 2015 von Marin. Warum ist das so?

2014 war es soweit. Jeder Vierte besaß ein Smartphone. Wohlgemerkt auf der ganzen Welt. Und das hat Folgen. Mittlerweile verbringen Konsumenten mehr Zeit auf dem Smartphone als an stationären Geräten. Da ist es nur logisch, dass das Werbebudget dieses Jahr bei Mobile erstmals größer als bei Desktop sein soll.

Auch bei der Recherche ist das Smartphone die erste Wahl. Aber: Rund 40 Prozent aller Konsumenten wechseln regelmäßig bei ein und derselben Aktivität das Gerät. Heißt: Wenn ein potentieller Kunde auf dem Smartphone recherchiert, ist es nicht ungewöhnlich, dass er für den Kauf auf einen stationären PC wechselt. Nur durch geschicktes Retargeting und Cross-Channel-Marketing können hier Verlusteffekte minimiert werden. Tatsächlich ist der oben beschriebene Weg der Normalzustand. Die Studie zeigt, dass auf dem Desktop immer noch die meisten Konversions stattfinden. Woran kann das liegen?

 

CTR auf Mobile stark – Conversions nicht

Die Untersuchung der Click-Through-Rate (CTR) zeigt, dass Mobile hier überlegen ist. Im Search-Bereich wird das besonders deutlich. Hier liegt die CTR fast 50 Prozent über der Desktop-Rate. Aber auch im Display- und Social-Bereich liegen Smartphones vor Desktops. Im Search-Bereich ist die CTR verständlicherweise höher als in den anderen Kanälen, da hier die Aktion – die Suche – aktiv vom Nutzer ausgeht, wohingegen Display und Social vor allem mit mehr oder minder geschicktem Targeting arbeiten.

Ein Blick auf die Conversion-Rate zeichnet ein anderes Bild. Hier liegt der Desktop vor Smartphones und Tablets. Auch die Kosten pro Klick sehen ähnlich aus. Die Marin-Studie gibt als Antwort, dass das Tracking bei Mobile eine komplizierte Sache sei. Schuld ist vor allem die Customer Journey, die eine Konversion immer dem letzten Gerät in der Kette zuordnet. Die Studie beschreibt, dass allein 2013 knapp 600 Milliarden US-Dollar Umsatz in Ladengeschäften auf die vorherige Nutzung und Recherche von Smartphones zurückzuführen ist. Dieser Umsatz taucht verständlicherweise aber in keiner Statistik auf. Darüber hinaus gibt es selbstverständlich noch viele weitere Probleme mit der Kauferfahrung auf dem Smartphone, die von fehlendem Vertrauen bis hin zu mangelhafter Usability reichen.

 

Die komplette Studie finden Sie hier zum Download.

 

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Schlagworte zum Thema:  Mobile Commerce, Mobile Marketing, Smartphone, Mobile Advertising

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