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Wachstum im interaktiven Handel bricht ein

Der Bevh spricht von einem bewegten Jahr für den interaktiven Handel.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In den vergangenen Jahren gab es im interaktiven Handel regelmäßig ein deutliches Wachstum. Die Bilanz des Bevh für das Jahr 2014 dürfte deshalb die Stimmung dämpfen. Selbst der Verband ist von der Entwicklung überrascht.

Der interaktive Handel ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringfügiger gewachsen als bisher - nämlich steuerbereinigt nur noch um knapp zwei Prozent von 50 auf 51 Milliarden Euro. 43,6 Milliarden davon entfallen auf den E-Commerce, die restlichen 7,4 Prozent auf den klassischen Versandhandel. Das ergab die groß angelegte Verbraucherstudie "Interaktiver Handel in Deutschland" des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (Bevh). Damit liegt der E-Commerce mit 1,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr im Plus, im klassischen Versandhandel ergibt sich ein Minus von 0,7 Milliarden Euro.

Brutto belief sich der Gesamtumsatz mit Waren und Dienstleistungen im Jahr 2014 auf 60 Milliarden Euro.

Damit stagniert zum ersten Mal seit Jahren auch der Anteil des interaktiven Handels am gesamten Einzelhandel: Er lag in den beiden vergangenen Jahren jeweils bei 11,1 Prozent.

Besonders schlecht liefen das zweite und dritte Quartal 2014, im ersten und vierten Quartal verzeichnete der Bevh jeweils ein deutliches Wachstum.

Die mit weitem Abstand beliebteste Warengruppe war auch 2014 wieder Bekleidung mit einem kleinen Plus und knapp 11,9 Millarden Euro Umsatz. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Unterhaltungselektronik (fünf Milliarden Euro, deutlich im Plus) und Bücher (4,1 Milliarden Euro, deutlich im Minus). Ebenfalls zu den Gewinnern gehören die Sparten Computer und Zubehör sowie Möbel und Dekoration. Bild- und Tonträger liegen deutlich im Minus.

Auch wenn das Wachstum im vergangenen Jahr im Vergleich zu den Vorjahren gebremst war, geht der Bevh für das laufende Jahr von einer erneuten Steigerung aus. Für den gesamten interaktiven Handel prognostiziert der Verband ein Plus von fünf Prozent auf 51,6 Milliarden Euro und für den E-Commerce von zwölf Prozent auf 46,9 Milliarden Euro. Ein entsprechendes positives Signal hatte zuletzt auch das Statistische Bundesamt ausgesendet.

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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Handel, Vertrieb

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