Mit den Social Media wollen Unternehmen Besucher auf ihre Website locken. Bild: Fotolia LLC.

Beim Social-Media-Marketing verfolgen deutsche Unternehmen heute sehr konkrete Ziele. Neun von zehn Befragten einer Bitkom-Studie haben eine Zielgruppe definiert und nutzen verschiedene Formate, um diese zu erreichen. Ihre Budgets passen sie entsprechend an – nach oben.

Ein professionelleres Vorgehen in den Social Media erfordert mehr Ressourcen und mehr Personal. Vier von zehn der 639 befragten Unternehmen wollen ihre Budgets in den kommenden fünf Jahren deshalb erhöhen. Vor allem größere Unternehmen erkennen demnach den höheren finanziellen Bedarf. So will rund jede zweite Firma mit mehr als 2.000 Beschäftigten die finanziellen Mittel aufstocken. Erfolg gebe es auch in den Social Media nicht zum Nulltarif, erklärt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. Es gehe schließlich nicht nur darum, die Kanäle irgendwie zu bespielen, sondern auch darum, zielgruppengerechte Plattformen mit der richtigen Strategie zu bedienen.

Social Media: Mehr als die Hälfte setzt auf Videos

Neun von zehn Unternehmen (93 Prozent) haben eine Zielgruppe definiert, die im Social Web erreicht werden soll. Die meistgenutzten Formate sind Texte (99 Prozent), Fotos (92 Prozent) und Infografiken (47 Prozent). Immer häufiger wird auch auf Bewegtbild gesetzt: 57 Prozent veröffentlichen Videos, zwölf Prozent Live-Videos und ebenso viele Audio-Content wie Musik oder Podcasts.

Online-Video soll um weitere 20 Prozent steigen

Als Ziel ihrer Aktivitäten in den sozialen Netzwerken geben die meisten Unternehmen an, die Zahl der Besucher auf der Unternehmenswebsite und die Bekanntheit der eigenen Produkte oder Marken erhöhen zu wollen (je 94 Prozent). 88 Prozent geht es um den Dialog mit den Kunden, 85 Prozent um die Kundengewinnung und die Verbesserung des Unternehmensimages. Knapp die Hälfte nutzt die Portale auch, um neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Im Großen und Ganzen sind die Unternehmen mit den Ergebnissen zufrieden: 29 Prozent erreichen den Großteil der gesteckten Ziele, 47 Prozent immerhin die Hälfte. Nur 22 Prozent sagen, dass sie die Mehrheit ihrer Ziele nicht erreichen.

Eine Erfolgskontrolle gibt es bisher in weniger als zwei von drei Unternehmen (63 Prozent). Rohleder sieht das kritisch, schließlich lohne es sich nicht nur für diejenigen, die vergleichsweise viel investieren, den Output zu messen. Eine Evaluation sollte seiner Ansicht nach in allen Unternehmen Standard sein.

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