| Studie

Viele Mittelständler haben Defizite beim E-Commerce

Der B2B-E-Commerce muss sich mit B2C-Angeboten messen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der B2B-E-Commerce muss sich zunehmend an den Funktionen, Abläufen und dem Komfort aus dem B2C-Bereich orientieren. Und anderem hapert es noch an der Optimierung für Mobile.

Die E-Commerce-Agentur Votum und das Forschungsinstitut Ibi Research haben eine Studie zum B2B-E-Commerce im Mittelstand veröffentlicht. Im Zuge der Studie wurden 46 E-Commerce-Experten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass E-Commerce eines der wichtigsten Themen des deutschen Mittelstands ist und auch B2B-Unternehmen hier immer aktiver werden.

So stieg der Anteil der Onlinekäufe am gesamten Einkauf der Unternehmen in den letzten beiden Jahren bei 57 Prozent der Befragten. Bei 43 Prozent der Befragten nahm auch die Anzahl der Transaktionen zu. Tendenz auf jeden Fall weiterhin steigend.

Auch Mobile wird erwartet

Ein Hauptgrund für die positive Entwicklung des B2B-E-Commerce ist nach Meinung der Experten, dass sich das private Online-Kaufverhalten der Mitarbeiter nun verstärkt auch im geschäftlichen Alltag zeigt. Die Bequemlichkeit, Schnelligkeit und auch die größere Auswahl, die der Einkauf über das Internet mit sich bringt, wird von den Online-Shoppern sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld erwartet. 80 Prozent der Experten sind deshalb auch der Meinung, dass B2B-Shops sich zunehmend an den Funktionen, Abläufen und dem Komfort der B2C-Shops orientieren müssen.

Bei der mobilen Optimierung spielen derzeit nach Expertenaussagen Apps kaum eine Rolle. Aktuell haben knapp 30 Prozent der Befragten bereits eine Optimierung für Tablets bzw. Smartphones vorgenommen. Jedoch haben die restlichen 70 Prozent der Unternehmen, die ihre Produkte und Leistungen online verkaufen, ihren Shop noch gar nicht mobil optimiert. Mehr als die Hälfte der Experten prognostizieren, dass B2B-Shops, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, zukünftig von Geschäftskunden deutlich seltener genutzt werden und somit Potenzial verschenken.

Um auf ihren Onlineshop aufmerksam zu machen, präferieren die Experten einen Mix aus Online- und Offline-Maßnahmen. Suchmaschinenoptimierung wird von 80 Prozent der Firmen eingesetzt, gefolgt von E-Mail-Marketing und Printwerbung (jeweils 70 Prozent). Im Rahmen der Marketingmaßnahmen setzen 67 Prozent der B2B-Händler kundenindividuelle Preise ein, 56 Prozent allgemeine Rabattaktionen und 44 Prozent Erstkundenrabattaktionen.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Mobile Marketing, Mobile Commerce, Mittelstand

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