03.12.2015 | Versicherungen

Online-Marketing als Erfolgsfaktor im Ausschließlichkeitsvertrieb

Mehr vom Marketing-Kuchen: Die Investitionen in Online-Marketing sollen steigen. Das wünschen sich die Vermittler.
Bild: Corbis

Online-Marketing und -Werbung können den Ausschließlichkeitsvertrieb bei der Neukundengewinnung effektiv unterstützen. Gerade jüngere Versicherungsvermittler wünschen sich dabei mehr Support, so das Fazit einer Studie von Yougov.

Mehr als zwei Drittel der Vermittler in der Ausschließlichkeit erkennen demnach die hohe Relevanz von Online-Marketing und -Werbung für ihre Neukundengewinnung. Laut Studie "Erfolgsfaktoren um Ausschließlichkeitsvertrieb 2015" des Marktforschers Yougov profitiert derzeit jedoch nur knapp jeder Vierte von entsprechenden Maßnahmen.

Gerade jüngere Vertreter möchten noch mehr auf Online-Angebote setzen, um neue Kunden zu gewinnen. Mehr als ein Viertel beurteilt Online-Marketing als Leadquelle mit "sehr gut" bis "ausgezeichnet". Skeptischer ist die Gruppe der 51- bis 60-Jährigen. Nur 15 Prozent dieser Vermittler erkennen im Internet einen echten Mehrwert. Damit liegen sie sogar noch hinter der Gruppe der Vertreter über 60 Jahren, von denen immerhin jeder Fünfte im digitalen Vertrieb Potenziale erkennt.

Vermittler sehen Optimierungsbedarf bei Prozessen und IT

Optimierungsbedarf sehen die Befragten auch bei Prozessen und IT. Am positivsten schneidet hier die Policierungsgeschwindigkeit ab, die von mehr als der Hälfte mit "sehr gut" bis "ausgezeichnet" bewertet wird. Mit der Qualität des Vermittlerportals sind hingegen nur 40 Prozent zufrieden und noch deutlich kritischer werden Analysemöglichkeiten zur Agentursteuerung wahrgenommen. Beides behindert die Vermittler nach eigenen Aussagen bei ihrer Vertriebsarbeit.

Dabei zeigen sich zum Teil eklatante Unterschiede in der Bewertung der Prozess- und IT-Kompetenz zwischen einzelnen Versicherern. Beurteilen beispielsweise 72 Prozent der Befragten die Qualität des Vermittlerportals beziehungsweise des Intranets der Top-Gesellschaft als "sehr gut" bis "ausgezeichnet", sind es beim am schlechtesten bewerteten Versicherer nur neun Prozent. Am eklatantesten fällt der Unterschied bei der Policierungsgeschwindigkeit aus.

Für die Studie wurden über 1.100 gebundene Versicherungsvertreter von 23 Gesellschaften telefonisch befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Online-Marketing, Finanzwirtschaft

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