| Allensbach

Verschärfter Verdrängungswettbewerb zwischen E-Commerce und Handel

Junge Menschen sehen die Digitalisierung positiver.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Für jüngere Zielgruppen könnte Onlineshopping in absehbarer Zeit zum "Normalfall" werden. 78 Prozent der 16- bis 29-Jährigen gehen davon aus, dass E-Commerce den stationären Handel immer mehr verdrängen wird. Diese Zielgruppe steht auch dem digitalen Wandel insgesamt positiver gegenüber als Ältere.

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat sich in einer Untersuchung mit der Einstellung der Bevölkerung zur Digitalisierung beschäftigt. Demnach sehen 39 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 16 Jahre den Veränderungen durch das Internet und die digitalen Technologien eher mit Befürchtungen entgegen. Nur jeder Fünfte bewertet diese Veränderungen positiv. 31 Prozent vermuten, dass sich Vor- und Nachteile in etwa die Waage halten werden.

Allerdings werden die vermuteten Veränderungen nicht von allen Alters- und Bevölkerungsgruppen gleichermaßen skeptisch bewertet. Insbesondere die jüngere Generation beurteilt die  Veränderungen überdurchschnittlich positiv. So blicken 35 Prozent der unter 30-Jährigen hoffnungsvoll auf die Veränderungen, die sich aus der Digitalisierung der Gesellschaft ergeben, lediglich 21 Prozent eher mit Befürchtungen. In allen anderen Altersgruppen sind die Skeptiker in der Mehrheit. Vor allem bei Personen, die älter als 45 Jahre sind, übertreffen die Ängste die Hoffnungen bei weitem.

Doch was erwarten die Menschen genau? 90 Prozent der Befragten gehen davon aus, das die Nutzung persönlicher Daten für Werbezwecke weiter zunehmen wird. 71 Prozent wiederum glauben, dass der E-Commerce den stationären Handel immer mehr verdrängen wird. Und je jünger die Befragten, desto ausgeprägter ist diese Überzeugung.

Hinsichtlich des Datenschutzes ergibt sich ein widersprüchliches Bild: Einerseits glauben 69 Prozent der Deutschen, dass sich die Leute damit abfinden werden, dass ihre Daten im Netz nicht sicher sind, und entsprechend mehr Daten zum Beispiel in sozialen Netzwerken preisgeben (62 Prozent). Andererseits gehen 57 Prozent davon aus, dass es einen Lerneffekt im sicheren Umgang mit Daten geben wird.

Die Untersuchung "Die Zukunft der digitalen Gesellschaft" stützt sich auf insgesamt 1.515 Face-to-Face-Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 16 Jahre. Die Interviews wurden zwischen dem 10. und 23. Januar 2014 durchgeführt.

Mehr über die Perspektiven des stationären Handels im Wandel erfahren Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, E-Commerce, Handel, Datenschutz

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