23.09.2015 | M-Commerce

Verbraucher würden Wearables als Shopping-Tool nutzen

Shopping per Datenbrille könnte schon bald keine Zukuntfsmusik mehr sein.
Bild: Google

Laut einer Studie von Fittkau & Maaß könnten Wearables Smartphones und Tablets als Einkaufstool für den M-Commerce ergänzen. Selbst Verbraucher, die noch kein Wearable besitzen, erkennen das Potenzial.

Mit Smartwatches, Fitnessarmbändern oder Datenbrillen einkaufen? Besitzer von Wearables können sich dies durchaus vorstellen. Selbst jene, die die Anschaffung eines solchen Gerätes gerade erst planen, teilen das Interesse: Sie erkennen in Smartwatches (44 Prozent), Fitnessarmbändern (40 Prozent) und Datenbrillen (51 Prozent) das Potenzial, um damit einzukaufen.

Und auch die Experten sind sich einig, dass Kommunikationsgeräte in Zukunft nicht mehr in Hand- und Hosentasche, sondern am Handgelenk beziehungsweise am Körper getragen werden. Für sie sind Wearables ein Wachstumsbringer der E-Commerce-Branche. Deutsche Internet-Nutzer sehen schon jetzt in der Verschmelzung von Wearables, Smartwatches, Fitnessarmbändern oder sogar Datenbrillen mit E-Commerce-Tools einen hohen Mehrwert, erklärt Saskia Müller, Leiterin der Internet World Messe. Die technischen Voraussetzungen dafür seien ohnehin schon gegeben, um Wearables künftig auch zur Verkaufsförderung einzusetzen, so Müller weiter.

Verbreitung von Wearables noch gering, Interesse relativ hoch

Momentan dienen die Geräte zur Messung und Auswertung von Gesundheits- und Fitnessdaten, aber mehr als jeder Fünfte kann sich vorstellen, Informationen über Rabatte und Sonderangebote zu erhalten. Noch deutlich höher ist mir knapp 43 Prozent das Interesse von Smartwatch-Besitzern. Sie würden mit ihrem Gerät dann auch gleich einkaufen.

Ähnlich denken auch die Verbraucher, die noch über den Kauf eines Wearables nachdenken: 44 Prozent äußern ein sehr großes Interesse an Shopping-Funktionen. Bei jenen, die vorhaben eine Datenbrille zu kaufen, sind es sogar 51 Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten würde die Geräte auch als Navigationsinstrument nutzen, 48 Prozent Wetter und Verkehrsinformationen abfragen und 45 Prozent das Gerät zum Empfangen von E-Mails, Whatsapp- oder SMS-Nachrichten einsetzen.

Noch ist die Verbreitung von Wearables hierzulande relativ gering. Während 77 Prozent ein Smartphone und 51 Prozent ein Tablet besitzen, liegen die Zahlen bei Wearables noch im einstelligen Bereich: Nicht einmal fünf Prozent besitzen ein Fitnessarmband, lediglich zwei Prozent eine Smartwatch und weniger als ein Prozent eine Datenbrille. Potenzial ist jedoch vorhanden: 16 Prozent der Befragten können sich die Anschaffung eines Wearables sehr konkret vorstellen.

Der Online-Marktforscher Fittkau & Maaß Consulting hat im Auftrag der Internet World Messe mehr als 6.500 deutsche Internetnutzer befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, E-Commerce, Mediennutzung, Mobile Commerce, Mobile Marketing

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