| Internet der Dinge

Verbraucher würden gegen Geld Daten mit Unternehmen teilen

Das klassische Beispiel für Smart Home: Der Kühlschrank, der sich meldet, wenn die Milch fehlt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mehr als die Hälfte der Deutschen würde gegen Geld persönliche Daten mit Unternehmen teilen. Das hat eine Umfrage von Intel Security zum Thema Smart Home und Internet der Dinge ergeben.

Im Jahr 2025 könnten intelligente, vernetzte Häuser so weit verbreitet sein wie es Smartphones heute sind. Davon sind zumindest 84 Prozent der Befragten überzeugt. Für Unternehmen bietet das Internet der Dinge eine Menge Chancen - wenn die Verbraucher bereit sind, persönliche Daten mit ihnen zu teilen. Die Bereitschaft, das hat die Studie ergeben, ist grundsätzlich bei der Mehrheit vorhanden (57 Prozent), allerdings nur dann, wenn eine Gegenleistung erfolgt. Für 64 Prozent könnte diese Gegenleistung in Form von Coupons oder Rabatten erfolgen. In diesem Fall wären sie bereit, sich der Gefahr, von Cyber-Kriminellen angegriffen zu werden, auszusetzen (61 Prozent).

Dies gilt insbesondere für die Generation der Millenials: 63 Prozent wünschen sich im Austausch für Verhaltensdaten Geld, 44 Prozent Rabatte und 29 Prozent Coupons. Zum Vergleich: Der deutsche Durchschnitt liegt bei 43 Prozent für Geld, 45 Prozent für Rabatte und 25 Prozent für Coupons.

Angst vor Datenklau ist weit verbreitet

Intelligente Häuser und die entsprechenden Daten hätten das Potenzial, den Alltag der Verbraucher maßgeblich zu verbessern, sagt Steve Grobman, Chief Technology Officer bei Intel Security. Unternehmen, die das Internet der Dinge richtig einsetzen würden und dabei auch die Skepsis der Verbraucher berücksichtigten, könnten eine Menge ermöglichen.

Insgesamt zeigen sich 91 Prozent der Befragten besorgt darüber, dass ihre persönlichen Daten in falsche Hände geraten könnten. Fast ebenso viele (87 Prozent) sagen, dass sie sämtliche vernetzte Geräte am liebsten mit einem einzigen integrierten Sicherheitspaket schützen würden. Bekannte Sicherheitsmechanismen wie Passwörter sollen es aber nicht sein; 69 Prozent befürchten, den Überblick über ihre verschiedenen Passwörter und Codes zu verlieren. Als alternative Authentifizierungsmethoden kommen ihrer Ansicht nach biometrische Methoden in Frage: 53 Prozent sprechen sich für den Fingerabdruck aus, 39 Prozent für eine Stimmerkennung und 34 Prozent für den Augen-Scan.

Für die internationale Studie "Internet der Dinge und Smart Home" hat das Marktforschungsinstitut Vanson Bourne etwa 9.000 Verbraucher befragt, darunter 1.000 aus Deutschland.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Internet der Dinge, Online-Marketing, Database, Datenschutz

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