29.01.2015 | Studie

Verbraucher sind offen für das Internet der Dinge

Smart-Home-Ansätze finden besonderen Anklang.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Mehrheit der Deutschen steht dem Internet der Dinge allgemein positiv gegenüber. Wichtige Innovationen trauen die Verbraucher vor allem bekannten Marken zu.

58 Prozent der deutschen Internetnutzer begrüßen die Vernetzung und Kommunikation von Gegenständen (so weit sind die Unternehmen). Knapp ein Fünftel lehnt das Internet der Dinge hingegen stark ab. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov hervor.

"Unsere Studienergebnisse zeigen, dass bei konkreter Produktbeschreibung bei der Bevölkerung ein gewisser Bedarf geweckt wird und viele vernetze Produkte auf dem Markt bereits angenommen werden", sagt Holger Geißler, Vorstand bei Yougov. So halten beispielsweise 53 Prozent der Befragten die Paketverfolgung über das Internet für sinnvoll. Die Ergebnisse zeigen darüber hinaus, dass besonders Smart-Home-Produkte in der breiten Masse Anklang finden: 47 Prozent schätzen das Warnsystem, das mitteilt, wenn Türen oder Fenster der Wohnung nicht verschlossen sind, als nützlich ein. Internetnutzer sehen ebenfalls bei Heizungen (36 Prozent) oder Lichtquellen (36 Prozent), die per App von unterwegs gesteuert werden können, Potenzial.

Daneben werden auch vernetzte Autos als lebenserleichternd eingestuft (34 Prozent). Geht es um bestimmte Marken im Kfz-Bereich, so trauen die Befragten in erster Linie den deutschen Autobauern Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen und Audi zu, spannende Innovationen zu entwickeln und durch Vernetzung von Gegenständen das Autofahren leichter und sicherer zu machen.

Auch bei den Herstellern von elektronischen Haushaltsgeräten trauen Verbraucher deutschen Unternehmen am ehesten zu, vernetzte Innovationen zu entwickeln, die die Hausarbeit erleichtern. Das Bosch und Siemens Haushaltsgeräte Joint-Venture steht hier bei der Hälfte der Verbraucher (51 Prozent) hoch im Kurs. Dichtauf folgt Miele mit 41 Prozent. Knapp ein Drittel der Befragten zählen auch Braun (29 Prozent) und Bauknecht (28 Prozent) zu den innovativen Unternehmen.

Als wenig dienlich erscheinen Konsumenten im Moment noch vernetzte Zahnbürsten (13 Prozent) oder Kaffeemaschinen, die über eine App die Nachbestellung der Kapseln regeln (6 Prozent). Andere Produkte sind derzeit eher für besonders technikaffine Internetnutzer (Early-Adopter) interessant, wie zum Beispiel Chips in Outdoorkleidung, um im Notfall lokalisiert zu werden (24 Prozent), ein Kühlschrank, der darüber informiert, wenn etwas fehlt oder abgelaufen ist (22 Prozent) oder das Fitnessarmband, zur Analyse von Schlaf-, Bewegungs- und Essgewohnheiten (19 Prozent).

Insgesamt wurden mehr als 3.000 deutsche Internetnutzer repräsentativ befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Internet der Dinge, Kundenservice

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