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User haben eine sehr differenzierte Sicht auf soziale Netzwerke

Xing schneidet bei den Deutschen gut ab.
Bild: Xing AG

Hubert Burda Media hat eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Social-Media-Nutzung der Deutschen beschäftigt. Die Favoriten der Konsumenten sind im privaten Bereich Facebook und im Business-Kontext Xing.

Für die private Kontaktpflege halten 18 Prozent der deutschen Facebook-Nutzer ihre Profile für unverzichtbar, bei Google+ sind es sieben Prozent, bei Xing und Linkedin jeweils drei Prozent. Auch für den Meinungsaustausch via Social Media wird Facebook von seinen Nutzern mit elf Prozent als am besten geeignet bewertet. Um sich zu informieren und weiterzubilden, wird bevorzugt Xing genutzt (acht Prozent); ebenso, um sich selbst und seine Fähigkeiten zu präsentieren (zwölf Prozent).

Mit großem Abstand am hilfreichsten für die berufliche Entwicklung schätzen Xing-Nutzer ihre Profile ein - 13 Prozent halten sie für unverzichtbar (Linkedin: neun Prozent, Google+: sechs Prozent, Facebook: fünf Prozent).

Dies deckt sich nur teilweise mit der Realität in den Personalabteilungen: Um Mitarbeiter zu finden, nutzen die meisten Personaler Xing (28 Prozent). 34 Prozent der Personaler prüfen die Xing-Profile von Bewerbern, die Facebook-Profile besuchen sogar 52 Prozent. Bei Linkedin und Google+ sind es deutlich weniger. Die Qualität der Xing-Profile wird von Personalern am besten bewertet. Hier seien sowohl die besten Kandidaten als auch die aussagekräftigsten Profile zu finden, zudem sei die Antwortrate bei Kontaktaufnahme hier am höchsten. Am zweitbesten hat in diesen drei Kategorien Facebook abgeschnitten, gefolgt von Linkedin und Google+.

Der Run auf Facebook und Xing begann offensichtlich zu einer ähnlichen Zeit: Die Profile der deutschen Facebook- und Xing-Nutzer sind durchschnittlich gleich alt und wurden im Frühjahr 2010 angelegt. Jene von Linkedin (Frühjahr 2011) und Google+ (Herbst 2011) sind im Durchschnitt jünger.

Mehr Kontakte bei Xing als bei Facebook

Auch die Anzahl der Kontakte variiert deutlich: Auf Xing verfügen Nutzer mit 169 Kontakten durchschnittlich über die größten Netzwerke, gefolgt von Facebook (160), Linkedin (83) und Google+ (52). Facebook-Nutzer pflegen ihre Profile am intensivsten: 24 Prozent von ihnen bezeichnen ihr Profil als (sehr) umfangreich, bei Xing und Google+ sind es neun Prozent, bei Linkedin vier Prozent.

In der Studie wurden auch negative Erfahrungen mit sozialen Netzwerken abgefragt, zum Beispiel aus den Bereichen Datensicherheit oder Kommunikation. Hier schneidet Xing am besten ab. 48 Prozent der Nutzer stufen Xing als eher (37) oder sehr (elf) seriös ein, nur insgesamt 15 Prozent geben dem deutschen Berufsnetzwerk in dieser Kategorie schlechte Noten. Über Google äußern sich 42 Prozent der Google+-Nutzer positiv, allerdings auch 29 Prozent negativ. 35 Prozent der Facebook-Nutzer halten Facebook für seriös, 30 Prozent hingegen nicht. Linkedin empfinden 33 Prozent der Linkedin-Nutzer als seriös, 20 Prozent nicht.

Die Untersuchung mit dem Titel "Wert eines Profils in sozialen Netzwerken" besteht aus zwei Teilen: Zum einen wurde mittels technischer Prüfungen, Nutzer-Tests, Überprüfung der Nutzererfahrung sowie Vergleichbarkeitsmessungen ein Fragenkatalog beantwortet. Durchgeführt wurde diese Untersuchung im September 2014 von der TÜV Nord Gruppe. Zum anderen klärte eine repräsentative Studie des Statistikportals Statista (gut 1.000 Befragte, durchgeführt im Juni 2014) den Wert eines Profils aus Sicht von Bestandsnutzern.

Welche KPIs im Social-Media-Marketing zählen, lesen Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Online-Marketing, Datenschutz

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