18.11.2015 | OWM-Umfrage

Unternehmen wollen 2016 mehr für Werbung ausgeben

Die Unternehmen haben nachgerechnet und wollen mehr Geld in Werbung stecken.
Bild: Haufe Online Redaktion

Ähnlich optimistisch wie vor einem Jahr blicken die werbungtreibenden Unternehmen, einer OWM-Umfrage zufolge, in die nahe Zukunft. Ihre Werbeausgaben wollen sie deshalb im Jahr 2016 erhöhen. Nur knapp ein Fünftel will die Etats verkleinern.

57 Prozent der Mitglieder der Organisation Werbungstreibende im Markenverband (OWM) rechnen mit einer guten, 41 Prozent mit einer befriedigenden gesamtwirtschaftlichen Lage für das kommende Jahr. Diese Prognosen spiegeln sich in der erwarteten Entwicklung der Werbevolumina wieder. Mehr als die Hälfte der Befragten plant, die Mediaausgaben 2016 zu erhöhen, nur knapp ein Fünftel (19 Prozent) spricht von einer Verringerung.

Deutlich mehr als ein Drittel der Verbandsmitglieder rechnet 2016 mit höheren Umsätzen als in diesem Jahr. Rund die Hälfte (49 Prozent) geht von gleich bleibenden Umsätzen aus. Mit 14 Prozent ist der Anteil der Pessimisten relativ gering.

Ebenso positiv denken die Befragten auch über die Entwicklung der Erträge. Zwar bleiben die Prognosen unter der Umsatzentwicklung des laufenden Jahres, insgesamt glauben die Unternehmen jedoch an eine ruhige Phase.

Digitalisierung als große Herausforderung für die Werbung

Als größte Herausforderung für die Werbewirtschaft werden Transparenz und die digitale Transformation genannt. An dritter und vierter Stelle folgen Werbewirkung und Währungsstandards. In Sachen Transparenz bemängeln 41 Prozent der Befragten, dass sie zu wenig Einblick in Arbeitsweise und Abrechnungsmodell der Agentur hätten, lediglich 16 Prozent erhalten beispielsweise geeignete Reportings zu Real Time Advertising und Programmatic Advertising. Als digitale Herausforderung nennen die OWM-Mitglieder zu niedrige oder sinkende Sichtbarkeitsraten in der Onlinewerbung, fehlende oder uneinheitliche Sichtbarkeitsnachweise oder eine mangelnde Transparenz im digitalen Marketing in Verbindung mit fehlenden Marktstandards bei Leistungs- und Wirkungsnachweisen. Nicht zuletzt klagen die Befragten über zunehmende Probleme mit Adblockern, Ad Fraud sowie fehlender Handhabe zur Herstellung von Brand Safety.

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Schlagworte zum Thema:  Marketing, Werbung, Online-Marketing, Agentur

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