03.06.2013 | Unternehmen

Viele Onliner sehen Facebooks Macht kritisch

Vor allem Männer zwischen 35 und 55 Jahren wollen nicht auf Facebook gefunden werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Dass Wettbewerber die Macht von Internet-Giganten wie Amazon, Google, Facebook, Ebay und Apple kritisch sehen, liegt auf der Hand. Wie jedoch deutsche Internetnutzer zu ihnen stehen, hat nun eine Studie ermittelt. Ergebnis: Facebook polarisiert am meisten.

Nicht ohne Bedenken verfolgt der durchschnittliche Internetnutzer die Expansionskurse der sogenannten AGFEA-Unternehmen. Wie die Studie "Trends im Nutzerverhalten" von Fittkau & Maaß Consulting ergeben hat, beziehen die meisten zu diesem Thema eine klare Position; eine neutrale Haltung nehmen hingegen die wenigsten gegenüber den Technologie-Riesen ein. Als besonders Besorgnis erregend empfinden 45 Prozent der Befragten demnach die Vormachtstellung von Facebook. 30 Prozent nennen die führende Rolle des sozialen Mediums "sehr bedenklich", 15 Prozent immerhin noch "bedenklich". Kein anderes Unternehmen wird derart kritisch beäugt.

Mit deutlichem Abstand folgt auf Rang zwei Apple mit rund 29 Prozent kritischer Stimmen. Anders als Facebook besitzt Apple jedoch beinahe ebenso viele Fans. Auf Platz drei steht Google mit gut einem Viertel Skeptikern und 47 Prozent Befürwortern. Die meisten Fans hat Amazon. 50 Prozent der Befragten sprechen sich für den Online-Händler aus, den geringsten Anteil an Kritikern hat hingegen Ebay mit knapp 18 Prozent.

Unter den Kritikern der großen Technologiekonzerne finden sich besonders viele Männer mit gehobenem Bildungs- und Einkommensniveau. Ein Internetnutzer, der Facebook kategorisch ablehnt, ist meist männlich, zwischen 35 und 55 Jahre alt und hat Abitur. Während seine Nutzung von Weblogs, Wikis und Twitter in der Regel dem Durchschnitt entspricht, macht er um Facebook mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Bogen. 44 Prozent der Facebook-Kritiker nutzen demnach keine Social Media, in der Internet-Gesamtnutzerschaft sind es hingegen nur 25 Prozent. Die öffentliche Diskussion über den Umgang von Facebook mit Nutzerdaten ist offenbar nicht ohne Folgen geblieben.

Schlagworte zum Thema:  Kundenbindung, Social Media, Marketing

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