02.04.2013 | Unternehmen

Social Media sorgen für Kulturwandel

Auch interne Abläufe ändern sich durch Social Media.
Bild: Haufe Online Redaktion

Keine Frage, die Kommunikation in Unternehmen wird offener. Und das verdanken sie der Studie „Einsatz und Potenziale von Social Business“ des Bitkom zufolge den Social Media. Die Folge: Bessere Arbeitsergebnisse, mehr Mitarbeiterbeteiligung und stärkere Innovationskraft.

Demnach nutzen 59 Prozent der Unternehmen inzwischen Social Media sowohl zur externen als auch zur internen Kommunikation. Das Teilen von Inhalten werde selbstverständlich und trage dazu bei, dass Herrschaftswissen aufgelöst werde, sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Als Folge daraus würden Teams bessere Arbeitsergebnisse erzielen, Mitarbeiter an Entscheidungsprozessen in größerem Umfang teilhaben und die Innovationskraft der Unternehmen steigen.

Allerdings sei die breite Einführung von Social-Business-Lösungen für viele Firmen auch eine organisatorische Herausforderung. Denn Social Business betreffe nicht nur Marketing und PR, sondern praktisch alle Abteilungen. Ohne eine Anpassung der internen Abläufe und des Management ist das schwierig, das Ausschöpfen der Potenziale sozialer Netzwerke schwer möglich.

Mehr als ein PR- und Marketing-Tool

Dass der Einsatz sozialer Netzwerke nicht nur die Kommunikation in Marketing und PR unterstützt, zeigen folgende Ergebnisse: 58 Prozent nutzen sie auch im Personalwesen, 36 Prozent im Vertrieb und 25 Prozent im Kundenservice. Immerhin 17 Prozent setzen sie außerdem bei der Produktentwicklung ein. Mit sogenannten Crowdsouring-Technologien ist es möglich, Kunden, Partner, Mitarbeiter oder andere Interessierte in die Verbesserung oder Neuentwicklung von Produkten einzubinden.

Aber auch auf die allgemeine interne Kommunikation zeigt der Einsatz von Social Media Auswirkungen. So bestätigen 73 Prozent der Befragten eine Verbesserung des Wissensaustauschs innerhalb der Unternehmensorganisation. 72 Prozent der Firmen fördern generell die Kommunikation unter den Mitarbeitern oder setzen auf komplett neue Formen der Zusammenarbeit wie Collaboration. In der sogenannten Shareconomy werde das Teilen von Informationen und Wissen zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor, so Kempf. Dadurch würden sich auch die Anforderungen an das Management ändern. Eine offene Kommunikationskultur verlange nach Beteiligung, Integration und Feedback durch die Führungskräfte.

Schlagworte zum Thema:  CRM, Social Media

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