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Jeder zehnte Kommunikationsprofi ist immer erreichbar

Auch wenn der Bürostuhl schon leer ist, bleiben viele Kommunikationsprofis für Chefs und Kunden erreichbar.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Problem der ständigen Erreichbarkeit betrifft einer Studie der Dpa-Tochter Newsaktuell und Faktenkontor zufolge auch die PR- und Medien-Branche. Jeder zehnte Kommunikationsprofi gibt an, beruflich permanent zur Verfügung zu stehen.

Ein Grund ist die Nutzung der verschiedenen Social Media, die inzwischen zu den gängigen Kommunikationstools gehören und deren ständige Abrufbarkeit. 59 Prozent der PR-Agenturen und Journalisten sind auf Facebook aktiv, damit ist das Portal das soziale Netzwerk Nummer eins. Kaum genutzt wird hingegen Foursquare.

Um Trends und Themen zu identifizieren und darauf zu reagieren, setzt rund die Hälfte (Pressestellen: 46 Prozent; PR-Agenturen: 56 Prozent) auf Webmonitoring. 63 Prozent der Mitarbeiter in PR-Agenturen sagen, dass Reports für Vorgesetzte und Kunden auf Basis der so gewonnen Daten erstellt werden. Dies trifft nur auf 40 Prozent der Pressestellen zu.

Beim Thema Work-Life-Balance geht es Kommunikationsverantwortlichen nicht anders als vielen anderen Berufsgruppen. Elf Prozent der Journalisten, 14 Prozent der Mitarbeiter in Pressestellen und ein Zehntel der Angestellten einer PR-Agentur müssen für Chefs, Kunden oder Leser permanent erreichbar sein. Knapp ein Viertel der PRler und 17 Prozent der Journalisten versuchen zumindest ab 20 Uhr ihren Feierabend zu genießen. Lediglich 31 Prozent der Journalisten, 28 Prozent der Pressestellen-Mitarbeiter und 25 Prozent der Mitarbeiter von Agenturen legen Wert darauf, nach Büroschluss nicht mehr erreichbar zu sein.

An der Umfrage hatten mehr als 1.400 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen, Pressestellen und Journalisten teilgenommen.

Schlagworte zum Thema:  PR, Mediennutzung, Social Media

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