13.02.2015 | Trends

So könnte die digitale Ökonomie aussehen

Auch Autos sollen noch stärker vernetzt werden.
Bild: Google

Eine immer stärkere Vernetzung zwischen Dingen und Unternehmen und neue Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine - auf diesen Nenner lässt sich eine Accenture-Studie zu den Zukunftsperspektiven der Wirtschaft bringen. Every business becomes a digital business.

Accenture hat im Rahmen seiner "Technology Vision 2015" fünf zentrale Trends der digitalen Ökonomie beschrieben. Vier von fünf Befragten sehen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung bisherige Branchengrenzen verschwimmen. Während 60 Prozent mit neuen Partnern der eigenen Branche zusammenarbeiten wollen, suchen 40 Prozent digital kompetente Partner außerhalb ihrer Industrie. Knapp jeder zweite Befragte zählt zudem bei digitalen Technologieplattformen künftig auf die Zusammenarbeit mit etablierten Kompetenzführern. Viele Unternehmen gehen die Digitalisierung eher zaghaft an, weil sie die Chancen nicht sehen.

Die Trends in der digitalen Ökonomie

Das "Internet of Me": Vernetzte Autos, vernetzte Fernseher und vernetzte Wearables liefern Daten über die persönliche Erlebniswelt der Nutzer. Daraus können Unternehmen hochgradig personalisierte Angebote entwickeln - immer vorausgesetzt, sie missbrauchen das Vertrauen ihrer Kunden nicht. Für 60 Prozent der Teilnehmer an der Accenture-Studie zahlen sich Investitionen in Personalisierungs-Lösungen jedenfalls aus.

Die neue Ergebnis-Orientierung: Intelligente Hardware schließt die letzte Lücke zwischen dem digitalen Business und der physischen Welt. Das Internet der Dinge ermöglicht bereits das Zusammenspiel von Sensoren und Produkten. Künftig geht es nicht mehr darum, Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen, sondern die Ergebnisse, die das Zusammenspiel von Hard- und Software möglich machen. 84 Prozent der Befragten geben an, zunehmend besser zu analysieren, was ihre Kunden mit der Nutzung vernetzter Produkte und Services erreichen wollen.

Die Plattform (R)evolution: Digitale Industrieplattformen schaffen die Grundlage für Innovationen und disruptives Wachstum. Plattform-basierte Unternehmen profitieren stärker von der Digitalisierung als andere, wobei der Schlüssel in der Integration digitaler Business-Partner liegt. Cloud und mobile IT eröffnen neue Möglichkeiten für Industrie-übergreifende Kooperationen. Kurz gesagt: Plattform-basierte Systeme bestimmen die Konkurrenzfähigkeit. 75 Prozent der Studienteilnehmer gehen davon aus, dass die nächste Generation an Plattformen nicht von den großen Tech-Unternehmen herausgebracht wird, sondern von Vorreitern aus der Industrie.

Das intelligente Unternehmen: Bisher unterstützen intelligente Software-Lösungen Menschen dabei, schneller bessere Entscheidungen zu treffen. Big Data und Fortschritte bei Rechenleistung, Data Science und kognitiven Technologien werden es künftig Maschinen ermöglichen, bessere Entscheidungen finden. 80 Prozent der Befragten sprechen von der Ära einer Software-Intelligenz, in der Anwendungen und Tools der menschlichen Denkweise immer ähnlicher werden.

Die Belegschaft der Zukunft: Schon jetzt befähigt die Technik immer mehr Sachbearbeiter zu Aufgaben, die vormals IT-Fachleute ausgeführt haben. Wearables, smarte Maschinen und natürliche Schnittstellen eröffnen nun ganz neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Für 78 Prozent der Befragten zeichnet sich eine erfolgreiche Führungskraft der Zukunft durch ihre Fähigkeit aus, diese Art von Collaboration zu managen.

Zum Hintergrund: In der "Technology Vision" benennt Accenture seit rund 15 Jahren die wichtigsten IT-Trends. Die aktuelle Ausgabe bezieht Input des Technology Vision External Advisory Board mit ein. Dieses Board versammelt mehr als 20 Entscheider und Entrepreneure aus Privatwirtschaft und öffentlicher Hand, Wissenschaft, Venture Kapitalisten und Start-ups. Das Team hat fast 100 Experten-Interviews durchgeführt. Zudem hat Accenture für die Studie weltweit rund 2.000 Business- und IT-Entscheider befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Internet der Dinge, Big Data, Dialogmarketing

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