Neue Kommunikationswege? Deutsche DAX-Vorstände halten sich lieber ans Altbewährte. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Digitalisierung läuft in deutschen Unternehmen auch Hochtouren, aber nicht alle Mitarbeiter machen mit. Einer Analyse von Oliver Wyman zufolge glänzen Dax-CEOs weiter durch Abwesenheit.

Demnach sind gerade mal 23 Prozent der Dax-Vorstände in sozialen Netzwerken aktiv. Bei ihren Vorstandskollegen liegt der Anteil immerhin bei 52 Prozent. Zwar hat die Social-Media-Nutzung zugenommen, die Abwesenheit der Mehrheit bleibt dennoch alarmierend.  

Dabei zeigt das Beispiel Dieter Zetsche welche Anziehungskraft die Vorstände deutscher Konzerne entfalten können. Der Daimler-CEO startete 2017 mit knapp 2.000 Linkedin-Kontakten und zählte nach neun Monaten (Dezember 2017) bereits 80.000. Bei der zweiten "Digital DAX-Analyse“ der Strategieberatung Oliver Wyman schaffte er es damit direkt auf Platz 2 der engagiertesten Vorstände. An der Spitze steht unangefochten Bill McDermott von SAP mit mehr als doppelt so vielen Linkedin-Kontakten und gut 36.000 Twitter-Followern.

Weibliche DAX-Vorstände deutlich aktiver

Interessant: Diversität zahlt sich auch in höherer Social-Media-Aktivität aus. In den sozialen Medien sind Frauen und Nicht-Deutsche öfter Vertreten als Männer. So trifft man jeden zweiten DAX-Vorstand mit ausländischem Pass bei Linkedin, Twitter oder Xing an. Im Geschlechtervergleich ist der Unterschied besonders groß. 74 Prozent der weiblichen DAX-Vorstände haben Interesse daran, sich mit anderen zu vernetzen, bei ihren männlichen Kollegen sind es nur 40 Prozent.

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Schlagworte zum Thema:  Social Media, Unternehmen

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