12.11.2014 | Studie

Wo die digitalen Marketingprioritäten liegen

Wo fließen die Marketingbudgets hin?
Bild: Digital Vision

Investitionen sagen eine Menge über die Prioritäten von Unternehmen aus. Kein Wunder also, dass Budgetplanung ein guter Indikator ist, wo sich das digitale Marketing aktuell befindet und wo die Zukunft liegt. Aus diesem Grund haben Teradata und Econsultancy eine Umfrage unter Führungskräften im Marketingbereich durchgeführt, die genau darauf abzielt.

Die Befragung der 400 Marketingfachleute fand weltweit statt. Befragt wurden nur Mitarbeiter von Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 500 Millionen Dollar Umsatz, über 50 Prozent der Unternehmen lagen beim Umsatz sogar über der drei Milliarden Dollar Grenze.

Ziel der Studie

Die zu klärenden Fragen zielen vor allem auf die Bedeutung und Entwicklung digitaler Marketingkanäle ab. Dabei lag der Fokus auf den technologischen Investitionen. Die zentrale Erkenntnis: Die Kundenbeziehung wird als wichtigster Weg zu nachhaltigem Wachstum angesehen.

So gaben die meisten Unternehmen an, dass die Priorität auf der Verwaltung von Nutzerdaten liegt. Entsprechend hoch sind die geplanten Investitionen in diesem Bereich. Knapp 30 Prozent wollen in Datenverwaltungsplattformen investieren. Aber auch Audience Management und Marketing Management Systeme können Budgetzuwächse von über 20 Prozent erwarten.

Personalisierung ist nicht länger die Zukunft, sondern die Gegenwart – allerdings mit Abstrichen. So geben 86 Prozent der Führungskräfte an, bereits eine Form der Personalisierung in Anwendung zu haben. State-of-the-Art können das allerdings nicht einmal 20 Prozent. Nur ein kleiner Teil kann die Personalisierung in Echtzeit durchführen.

Was tun Unternehmen für die Kundenorientierung?

Wie bereits angesprochen, hat die Kundenorientierung mit knapp 50 Prozent die höchste Priorität. Aber wie soll sie verbessert werden? Am höchsten im Kurs stehen hierbei die Implementierung einer holistischen Attribution (45 Prozent) und vor allem die Verbesserung der Zusammenarbeit verschiedener Teams (54 Prozent). Auch die Neustrukturierung der KPIs um die Customer Journey besser abzubilden, sowie die Einstellung neuer Mitarbeiter für kundenorientierte Maßnahmen konnten eine hohe Zustimmung erreichen. Aufgestockte Budgets in diesen Bereichen sind die Folge.

Weiterhin wichtig und wachsend ist der digitale Kanal insgesamt. Gut 70 Prozent der Befragten sieht hier für das kommende Jahr einen Budgetanstieg, der Rückgang des Budgets in den klassischen Kanälen wird von 30 Prozent prognostiziert, wobei der Budgetrückgang mit zehn Prozent im Mittel noch moderat ausfällt.

Schaut man sich die Budgets granularer an, so tut sich die Digitale Werbung bei den Investitionen mit 17 Prozent am meisten hervor. Die Bereiche Search und Content sind allerdings nur knapp dahinter.

Auch der Mobile Schwerpunkt ist nicht mehr wegzudenken. Hier will ein Drittel das Budget sogar sehr stark erhöhen, viele weitere sehen zumindest eine leichte Budgeterhöhung.

 

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Schlagworte zum Thema:  Executive Search, Marketing, Mobile Marketing, Marketing-Kanäle, Online-Marketing, Digitales Marketing, Mobile Advertising, Kunde

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