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Studie: Verbraucher fordern strengere Datenschutz-Richtlinien

Die große Mehrheit der Deutschen (80 Prozent) stellt private Daten ins Internet. Aber ebenso viele schränken den Zugriff auf diese Informationen ein und wünschen sich darüber hinaus strengere Datenschutz-Richtlinien.

Dies ist das Ergebnis einer Online-Umfrage unter mehr als 1.000 Internetnutzern durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag des IT-Dienstleisters Computacenter. 73 Prozent befürworten demnach die heftigen Diskussionen um den Datenschutz und fordern strengere Richtlinien für Unternehmen wie Google oder Facebook. Lediglich 26 Prozent halten die Debatte für übertrieben.

Laut Studie veröffentlicht zwar die große Mehrheit private Daten im Netz, der Umgang damit erfolgt aber in vielen Fällen sehr umsichtig: 77 Prozent der Männer und 85 Prozent der Frauen bezeichnen sich als „zurückhaltend“; gravierende Unterschiede zeigen sich dabei bei den Altersgruppen. Grundsätzlich gilt: Je älter, umso vorsichtiger ist der Umgang mit privaten Daten. Während nur 60 Prozent der 16- bis 29-Jährigen zurückhaltend agieren, achten beinahe 90 Prozent der über 50-Jährigen auf die Sicherheit ihrer Veröffentlichungen. Für mehr als die Hälfte der Schüler (51 Prozent) ist der Datenschutz überhaupt kein Thema.

Die Veröffentlichung privater Informationen wie Vor- und Zuname (64 Prozent), Geburtstag und Ort (40 Prozent), Beziehungsstatus (38 Prozent) und Fotos (31 Prozent) ist für viele am wenigsten kritisch. Zurückhaltender sind die Befragten allerdings bei Fotos von Freunden, der eigenen Adresse sowie Namen und Daten, die in Zusammenhang mit Freunden oder Familienmitgliedern stehen. Interessant: 86 Prozent möchten auch ihren aktuellen Standort nicht im Internet preisgeben. (sas)

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