21.11.2011 | Online-Marketing

Studie: Social-Media-Sperre zwecklos

Verbieten Unternehmen ihren Mitarbeitern den Zugriff auf Social Media, verzeichnen diese rund 30 Prozent mehr Sicherheitsverletzungen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Telus und der Rotman School of Management.

Dies liege vermutlich daran, dass die von der Sperre betroffenen Mitarbeiter nach Wegen suchen, diese zu umgehen. Dahinter stecke weniger der Reiz des Verbotenen, sondern schlichtweg die Tatsache, dass fast jeder inzwischen Mitglied in mindestens einem Sozialen Netzwerk ist. Die Autoren der Studie raten deshalb, die Risiken einer Missachtung der IT-Regeln entweder klar zu kommunizieren oder die Regeln zu lockern und den Mitarbeitern die Nutzung des Web 2.0 nach einer Schulung zu erlauben. Zusätzlich empfehlen sie, mehr Geld in die IT-Sicherheit zu investieren.

Die Abschottung von Social-Network-Diensten sei ohnehin keine langfristige Lösung, da diese Tools inzwischen integraler Bestandteil der allgemeinen Kommunikation seien. Spätestens dann, wenn selbst das Unternehmen einen eigenen Facebook-Auftritt betreibe, sei eine Sperre im Sinne der Firmenphilosophie nicht mehr vertretbar. Die Studienergebnisse beruhen auf einer Befragung, die in knapp 650 Unternehmen durchgeführt wurde. (sas)

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