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Social Media - Außer Spesen nichts gewesen?

Ist Social Media der Schlüssel zu mehr Umsatz oder nicht?
Bild: MEV-Verlag, Germany

Obwohl sich immer mehr deutsche Unternehmen in sozialen Netzwerken tummeln, glauben nur zehn Prozent der Firmen, mit Social Media ihr Ergebnis steigern zu können. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company.

Der Einsatz sozialer Netze bleibt meist auf das Marketing beschränkt, wodurch Chancen ungenutzt leiben. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Turning buzz into gold". Laut Studie messen 70 Prozent der großen und mittleren Unternehmen in Deutschland Social Media eine hohe strategische Bedeutung bei, von einem gewinnbringenden Einsatz dieser neuen Kommunikationsmedien sind die Unternehmen hierzulande allerdings noch entfernt: Gerade einmal 27 Prozent der Firmen erreichen ihre selbst gesteckten Ziele rund um Facebook, Pinterest, Twitter und Co. - und nur knapp zehn Prozent glauben, mit ihren Social-Media-Aktivitäten ihr Ergebnis zu steigern. Dies sind Ergebnisse einer neuen Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company, die den wirtschaftlichen Wert und die Nutzung sozialer Netzwerke, Bewertungsplattformen,Wikis, Blogs und Microblogs aus Unternehmenssicht analysiert und dazu 200 der größten deutschen Unternehmen befragt hat.

„Die deutschen Unternehmen sehen ihren Erfolg mit Social Media eher nüchtern", erklärt Karel Dörner, McKinsey-Partner. Nur fünf Prozent derbefragten Unternehmen glauben, das volle Potenzial der sozialenMedien bereits auszuschöpfen.

Während 70 Prozent der Unternehmen Social Media als Marketinginstrument nutzen, setzen es nur knapp die Hälfte in der externen Kommunikation, zu Vertriebszwecken, in derProduktentwicklung oder im Kundenservice ein. Damit nicht genug: „Die Nutzung von Xing, LinkedIn, Facebook oder Twitter für Sichten und Rekrutieren von Talenten ist in gerade einmal einem Drittel der Unternehmen bereits Praxis", so die Studie. Dies sei umso bemerkenswerter, als der Nutzen dieser Instrumente von den Befragten deutlich höher eingeschätzt werde als der von reinen Marketinganwendungen. Das kleinste Anwendungsfeld für soziale Medien bildet derzeit der interne Wissensaustausch: Nur ein Drittel der deutschen Unternehmen fördert die Kommunikation unter den Mitarbeitern mit Wikis, Blogs oder fachlichen Diskussionsforen.

Die gute Nachricht: Immerhin 50 Prozent der Unternehmen in Deutschland habenein Budget für Social Media, 79 Prozent fest zugeordnete Personalressourcen. „In 44 Prozent der Unternehmen ist das Thema Social Media personell im Vorstand verankert", so McKinsey-Partner Johannes-Tobias Lorenz. Aber in nur fünf Prozent der Unternehmen werden die sozialen Netze über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg eingesetzt und systematisch mit denübrigen Geschäftsprozessen verzahnt.

Eine Ursache für den zaghaften Umgang mit Social Media sei die Scheu vor den Risiken:„Der negative Effekt sogenannter Shitstorms' wird aber überbewertet", so McKinsey-Mann Lorenz. Wer mit diesen Empörungswellen richtig umgehe, trägt keinen nachhaltigen Schaden davon. 60 Prozent der Unternehmen sehen sich zudem nicht in der Lage, den Effekt von Social Media adäquat zu messen. (kd)

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Online-Marketing

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