01.09.2014 | Studie

Multi-Screen-Nutzung und Mobile Shopping legen erneut zu

Werbepausen im TV werden gerne mit Smartphone oder Tablet überbrückt.
Bild: Michael Bamberger

Die Multi-Screen-Nutzung nimmt weiter zu. Insbesondere beim Fernsehen wird heute parallel auf Smartphones und Tablets gesurft. In seiner aktuellen "Mobile Effects Studie" hat Tomorrow Focus Media dieses Phänomen genauer untersucht. Ein Ergebnis: Immer öfter kommen dabei Apps zum Einsatz.

Knapp die Hälfte der Befragten (47,4 Prozent) nimmt während des Fernsehens – und dann insbesondere während der Werbepausen – mindestens einen zusätzlichen Screen zur Hand. Das sind bereits 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem das Tablet entwickelt sich zu einem beliebten Parallelmedium. Hier ist die Nutzungshäufigkeit innerhalb des vergangenen Jahres um 21,7 Prozent gestiegen.

Dabei setzen die Nutzer immer häufiger auf Apps: Viele Smartphone-User (25,5 Prozent) haben zwischen elf und 20 Apps installiert, 18,5 Prozent sogar mehr als 30. Beliebt sind vor allem redaktionelle Angebote. Diese werden meist über eine App auf dem Tablet (44 Prozent) gelesen. Eine Steigerung von fast 50 Prozent im Vergleich zur Vorjahresstudie. Außerdem empfangen immer mehr mobile User Push-Nachrichten. Insgesamt liegt der Anteil bei 40 Prozent, bei den unter 20-Jährigen sogar bei 67,5 Prozent.

Mobile Shopping ja, Mobile Payment lieber nicht
Gleichzeitig werden Smartphones und Tablets immer häufiger zum Shopping genutzt. 32,7 Prozent der Befragten haben bereits mit ihrem Smartphone, 59,2 Prozent mit dem Tablet eingekauft. Ein Blick auf die Warenkörbe zeigt: Mit dem Tablet wird deutlich mehr Geld ausgegeben. Während mit dem kleinsten Bildschirm kleinere Ausgaben getätigt werden, wird das Tablet zum Kauf teurerer Produkte genutzt. Hier liegt der Wert der Warenkörbe meist über 100 Euro. Beim Mobile Payment sind die Verbraucher jedoch weiterhin zurückhaltend. Häufig bestellt beziehungsweise gebucht werden Bücher sowie Bahntickets und Hotelzimmer. Wegen mangelndem Interesse (32 Prozent) oder Unsicherheit (23,1 Prozent) verzichtet die Mehrheit bislang darauf, das mobile Gerät auch zum Bezahlen zu verwenden.

Der Digitalvermarkter Tomorrow Focus Media geht davon aus, dass die mobile Nutzung noch weiter zunehmen wird. Schließlich besitzt bereits jeder zweite Befragte ein Smartphone und fast jeder Dritte ein Tablet. Bislang nutzt erst knapp die Hälfte aller Befragten das mobile Internet. Luft nach oben ist deshalb durchaus vorhanden. Innerhalb des vergangenen halben Jahres ist die Nutzung um 2,6 Prozent gestiegen, während sich die Nutzungsgewohnheiten ebenfalls angepasst haben. Immer öfter wird statt zum stationären aufs mobile Internet zugegriffen. Hier liegt die Steigerungsrate im Vergleich zur Vorjahresbefragung bei 15,4 Prozent. Die Nutzungsgewohnheiten sind dabei deutlich verschieden: Nur ein Drittel der Befragten ruft auf beiden Geräten die gleichen Websites auf.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Online-Marketing, Multichannel, Mobile Marketing, Mediennutzung

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