Sind die Kunden zufrieden, ist das für Unternehmen schon mal die halbe Miete. Aber eben nur die halbe. Bild: Corbis

Kaufentscheidungen treffen deutsche Verbraucher mehrheitlich auf Basis der Meinungen anderer Kunden. So das Ergebnis einer Gfk-Umfrage von Greven Medien. Bei der Recherche kann aber auch der Anbieter selbst punkten.

66 Prozent der Befragten lesen Bewertungen anderer, bevor sie sich für oder gegen den Kauf einer Dienstleistung entscheiden. An zweiter Stelle folgt mit 58 Prozent jedoch bereits die Homepage des Anbieters. Dabei erkundigen sich Verbraucher nach den Qualitäts- und Serviceversprechen und lassen sich diese Angaben durch die Meinung anderer Kunden bestätigen. Die Studienautoren raten deshalb insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen, auf eine gut strukturierte Firmenhomepage - verzahnt mit aktivem Empfehlungsmarketing - zu setzen.

Kundenbewertungen ersetzen nicht den persönlichen Kontakt

Daneben sind Kunden weiterhin auch am direkten Kontakt mit Unternehmen interessiert. Mehr als ein Drittel wendet sich im Laufe der Entscheidungsfindung direkt an sie. Die Studie zeige einmal mehr, so die Studienautoren weiter, dass die Digitalisierung den persönlichen Kontakt nicht ersetzen, jedoch erweitern kann. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter können ein zusätzlicher Kommunikationskanal sein. Dieses Angebot wird inzwischen von mehr als jedem Zehnten genutzt.

Mehr als 40 Prozent aller mobilen Suchen wiederum haben einen lokalen Bezug. Für Anbieter lohnt es sich deshalb, Website, Bewertungen und Präsenzen in sozialen Netzwerken eng miteinander zu verzahnen und mit mobilen Maßnahmen wie standortbezogener Werbung zusätzlich auf sich aufmerksam zu machen.

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Schlagworte zum Thema:  Kaufverhalten, Kundenbindung, CRM, Mittelstand

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