07.05.2015 | Studie

Ist die deutsche Angst vor Big Data nur ein Märchen?

Big Data ist nicht nur negativ konnotiert.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Offenbar stehen die Deutschen dem Thema Big Data weit offener gegenüber als bisher angenommen. Nicht nur sehen die Menschen hierzulande die Chance, dass Big Data ihnen einen konkreten Nutzen bringt, auch Arbeitsplätze werden laut der Befragung dadurch sicherer.

Knapp 70 Prozent der Deutschen haben kein Problem mit der Analyse des eigenen Kaufverhaltens, wenn sie vorher dazu ihre Zustimmung gegeben haben und wissen, für was ihre Daten eingesetzt werden. Knapp 60 Prozent denken, dass sie dadurch Angebote erhalten, die tatsächlich ihren Bedürfnissen entsprechen.

Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind sich außerdem bewusst, dass sie mit dem Gebrauch eines Smartphones und der Verwendung von kostenlosen Apps in vielen Fällen der Nutzung ihrer Daten zustimmen. Erfolg die Datenerhebung allerdings komplett anonym, lehnen die Deutschen diese ab (60 Prozent).

 

Mehr Sicherheit für Arbeitsplätze

Den Kunden ist vor allem wichtig, dass sie für die Offenlegung und die Auswertung ihrer Daten einen entsprechenden Mehrwert erhalten – etwa durch gezieltere Kommunikation und Angebote. Oberstes Gebot ist allerdings, dass die Unternehmen offen und transparent mit dem Thema umgehen.

Eine Mehrheit (55 Prozent) erhofft sich durch Big Data außerdem eine bessere Umsetzung der digitalen Transformation in ihrem Unternehmen, die ihren Arbeitsplatz sicherer macht. Dem gegenüber steht aber die Sorge, dass die eigene Tätigkeit dadurch monotoner und weniger kreativ wird. Arbeitgeber, die heimlich spähen, sind für Mitarbeiter nicht tragbar. Sie ziehen nur Arbeitgeber in Betracht, die den Umgang mit Big Data für Mitarbeite und Kunden offen gestalten.

Die Umfrage wurde vom Markenberatungs-Unternehmen Prophet mit 1.000 Bundesbürgern online durchgeführt.

 

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Schlagworte zum Thema:  Big Data, Datenschutz

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