| Studie

Internetnutzung in Deutschland steigt nur noch langsam

Bisher entwickelte sich die Internetnutzung nach dem Motto "The sky is the limit".
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Internetzuwachsraten in Deutschland stagnieren. Im letzten Jahr ist der Prozentsatz um nur 0,9 Prozentpunkte gestiegen, die 75-Prozent-Hürde konnte dabei aber dennoch zum ersten Mal überschritten werden. Diese aktuellen Zahlen liefert die Initiative D21 im (N)Onliner Atlas 2012.

Damit sind 2012 75,6 Prozent der Deutschen online. Ebenso wie die Zahl der Neunutzer steigt auch die der Nutzungsplaner nur noch in geringem Maße an (2011: 3,3 Prozent; 2012: 3,1 Prozent). Für die inzwischen zwölfte Ausgabe des (N)Onliner Atlas befragte TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 mehr als 30.000 Deutsche über ihr Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beruf, um detaillierte Rückschlüsse auf die Internetnutzung in den einzelnen Bundesländern zu erhalten. Damit liefert die Studie einen umfassenden Überblick über die Rahmenbedingungen für die digitale Gesellschaft in der Republik.

Dabei zeigt sich, dass der Zuwachs aus allen Gruppen generiert wird, in denen das Internet bisher wenig genutzt wurde: So stieg der Anteil der ab 70-Jährigen um 3,6 Prozentpunkte auf 28,2 Prozent und die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen vergrößerte sich von 57,3 auf 60,4 Prozent. Eine überdurchschnittliche Verbesserung konnte die Studie bei den Personen ab 50 Jahren ausmachen. Hier liegt der Anteil der Onliner nun bei 54,7 Prozent. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren verringert sich auch die Kluft zwischen den Geschlechtern: Während 81 Prozent der Männer (plus 0,3 Prozent) inzwischen das Internet nutzen, liegt dieser Anteil bei den Frauen jetzt bei 70,5 Prozent (plus 0,6 Prozent).

Die Führungsspitze bei der Internetverbreitung bilden die drei Stadtstaaten Hamburg (80 Prozent), Berlin (79,8 Prozent) und Bremen (79,5 Prozent, Platz eins 2011). Auf dem vierten Platz liegt Baden-Württemberg mit 78,2 Prozent. Wie bereits in den vergangenen Jahren bleibt die Internetdurchdringung in den neuen Bundesländern sowie im Saarland vergleichsweise gering. Trotz eines Zuwachses von 3,1 Prozent bleibt Sachsen-Anhalt mit 67,3 Prozent Schlusslicht, im Saarland nutzen mit 67,4 Prozent kaum mehr Menschen das Internet. Damit bleibt das Saarland unter den alten Bundesländern weiterhin auf dem letzten Platz. Immerhin: Der Abstand zwischen Platz eins und Platz 16 hat sich verringert und liegt nur noch bei 13 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Mediennutzung

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