12.04.2013 | Studie

Internetaffine Unternehmen sind erfolgreicher

Internetaffine Firmen blicken meist positiver in die Zukunft als der Rest der Wirtschaft.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Integration des Internet in Geschäftsmodelle hat positive Auswirkungen auf das Umsatzwachstum von Unternehmen. So das Ergebnis einer Studie von Bitkom, IW Köln und Google. Demnach erwarten rund 60 Prozent der internetaffinen Firmen 2013 ein deutliches Umsatzwachstum.

In Unternehmen, in denen das Internet nach eigener Aussage eine untergeordnete Rolle spielt, trifft dies nur auf 46 (Industrie) beziehungsweise 38 Prozent (Dienstleister) zu. Allerdings wird beinahe die Hälfte (49 Prozent) der erwirtschafteten Umsätze von Unternehmen generiert, die das Internet sehr wohl in ihre Geschäftsmodelle integriert haben. Das liegt vor allem an den größeren Wachstumschancen dieser Firmen, sagt Stefan Hentschel, Industry Leader Technology bei Google Deutschland. Außerdem blickten diese Unternehmen meist positiver in die Zukunft als der Rest der Wirtschaft. Zurecht, denn digitale Technologien eröffnen ihnen immense Möglichkeiten.

Besonders groß ist die Bedeutung der internetaffinen Unternehmen der Studie zufolge im Dienstleistungssektor. Von ihnen wird bereits mehr als die Hälfte des Branchenumsatzes (53 Prozent) erzielt. Profitieren können sie vor allem bei Exportaktivitäten im Internet, denn diese Unternehmen erzielen durchschnittlich zehn Prozent ihrer Umsätze im Ausland und damit doppelt so viel wie jene Unternehmen dieses Sektors, die nicht auf das Web setzen. Dieses Verhältnis wird sich künftig noch weiter verschieben. Mehr als die Hälfte der internetaffinen Dienstleister würden 2013 eine Steigerung der Auslandsumsätze erwarten, bestätigt René Arnold, Projektleiter beim IW Köln.

Industrie 4.0

Nur wenig anders die Lage im Industrie-Sektor. Hier erwirtschaften die internetaffinen Firmen bereits 44 Prozent des Branchenumsatzes. Sie sind überdurchschnittlich innovativ, setzen verstärkt auf Investitionen und schaffen Arbeitsplätze. Der industrielle Sektor steht Marco Junk zufolge vor einem massiven Umbruch. Das Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung glaubt an eine neue industrielle Revolution, die durch das Internet vorangetrieben wird. Schon jetzt sehen 80 Prozent der IT-Unternehmen in der Industrie 4.0 ein wichtiges Geschäftsfeld für alle Branchenteilnehmer. Die Fertigungsindustrie zählt bereits zu den wichtigsten Kunden. Laut einer Erhebung von Techconsult steigen die IT-Ausgaben der Industrie in diesem Jahr um vier Prozent. Damit stecken die Unternehmen insgesamt 22 Milliarden Euro in neue Technologien.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, E-Commerce, Vertrieb

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