04.06.2013 | Studie

Führungskräfte wünschen sich Social CEOs

Führungskräfte sollten in den Social Media aktiv sein. Nicht nur wegen der Kunden.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Mehrheit der Führungskräfte erwartet von CEOs eine aktive Präsenz in sozialen Medien. Sie versprechen sich davon eine Verbesserung der Unternehmensreputation und positive Auswirkungen auf die Ergebnisse. So das Fazit einer neuen Studie der PR-Agentur Weber Shandwick.

Demnach teilen rund drei Viertel der Führungskräfte die Überzeugung, dass CEOs sich aktiv in den Social Media engagieren sollten. Die meisten Befragten (80 Prozent), die in einem Unternehmen mit einem "Social CEO" arbeiten, sehen das Teilen von Unternehmensneuigkeiten und Informationen als einen relevanten Vorteil. Weiterhin wurden als Nutzen genannt: Verbesserung der Unternehmensreputation (78 Prozent), Vorstellung von Innovationen (76 Prozent), Vermenschlichung des Unternehmens, Verbesserung der Mitarbeiterkommunikation, Etablierung von Beziehungen zwischen Unternehmen und Medien (jeweils 75 Prozent) und schließlich sogar positive Auswirkungen auf Unternehmensergebnisse (70 Prozent).

Die Studie nennt eine Reihe von weiteren Gründen für einen Social CEO: Zum einen bewegen sich bereits viele Mitarbeiter in den diversen sozialen Medien, sodass die Unternehmensspitze dort nicht fehlen sollte. Zum anderen halten Mitarbeiter einen CEO, der modern kommuniziert, für eine bessere Führungspersönlichkeit.

Es muss nicht Facebook oder Twitter sein

Welche sozialen Netzwerke dabei zum Einsatz kommen, scheint den Befragten hingegen weniger wichtig zu sein. In manchen Fällen ist gerade nicht Facebook oder Twitter das Medium der Wahl. So kommunizieren rund 50 Prozent der CEOs über ein unternehmenseigenes Intranet, 62 Prozent schaffen eine stete Präsenz über die Unternehmenswebsite. Chris Perry, Global President von Weber Shandwicks Digital Practice, rät, digitale Tools zu wählen, die zum Unternehmen passen. Dies könnten dann selbst persönliche soziale Netzwerke oder Bilder- und Video-Sharing-Plattformen sein.

Diejenigen CEOs, die sich weigern via Social Media zu kommunizieren, nennen keinen besonderen Grund dafür. In manchen Regionen oder Branchen gilt die Social-Media-Kommunikation eines CEOs einfach als unüblich, andere glauben nicht an eine Nachfrage, einige halten dies sogar für zu riskant. Und obwohl der Widerstand oftmals ganz oben beginnt, rechnen die Befragten dennoch damit, dass dieser langsam aber sicher bröckeln wird.

Für die in Zusammenarbeit mit dem Marktforscher KRC Research durchgeführte Studie waren 630 Führungskräfte aus zehn verschiedenen Ländern, darunter Nordamerika, Lateinamerika Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum befragt worden.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Online-Marketing

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