Ein Like auf Facebook? Das kann es für Videos ebenso wie für Texte geben, denn die Nutzer mögen verschiedene Formate. Bild: Corbis

Bei der Produktion von Social-Media-Content kommt es selbstverständlich auf die Relevanz der Inhalte an. Entscheidend ist aber auch das Format. Und das kann je nach Netzwerk variieren, wie die Studie "The Future of Content Marketing“ von Hubspot ergeben hat.

Das in Deutschland mit Abstand erfolgreichste soziale Netzwerk ist und bleibt Facebook. 89 Prozent der Befragten haben angegeben, dort einen Account zu besitzen. Bei Instagram sind es aktuell immerhin 44, bei Twitter 42 Prozent. Viele Unternehmen setzen zu Recht auf Content Marketing, weil die Formate bei Kunden gut ankommen. Die Studie von Hubspot zeigt allerdings, dass sich ein genauer Blick auf die einzelnen Plattformen lohnt, denn nicht jedes Content-Format eignet sich für alle Social Media gleichermaßen.

Demnach ist Facebook das im Vergleich flexibelste soziale Medium, wenn es um Content-Formate geht. 42 Prozent der befragten Nutzer schauen sich am liebsten Bilder an, 30 Prozent lesen gerne Texte und 17 Prozent bevorzugen Videos. Anders bei allen anderen Social Media. Hier zeigen die Nutzer eindeutigere Präferenzen: Auf Twitter erwarten 37 Prozent Texte. Bilder und Videos kommen dort mit 13 beziehungsweise vier Prozent hingegen deutlich weniger gut an. Auch Linkedin und Xing gelten als Text-Plattformen. 29 beziehungsweise 23 Prozent erwarten lesbare Inhalte in den beiden Business-Netzwerken. Bilder und Videos erreichen nur jeweils einstellige Zustimmungsraten.

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Content-Formate werden unterschiedlich aufgenommen

Instagram ist die Plattform für Bild-Formate. 47 Prozent der Befragten nutzen das soziale Medium vor allem der Fotos wegen. Fünf Prozent schauen sich auch Videos an, Texte kommen auf vier Prozent. Ein wenig ausgewogener wiederum die Ergebnisse für Snapchat: Bilder bevorzugen hier 24 Prozent, Videos kommen auf elf, Texte auf vier Prozent.

Gefragt wurde nicht nur nach dem bevorzugten Format, sondern auch danach, wie Verbraucher Inhalte aufnehmen. Aufmerksam verfolgt werden demnach vor allem Videos, Nachrichtenbeiträge und Multimedia-Artikel. Blog-Artikel, längere Textbeiträge und Podcasts werden hingegen meist nur überflogen. Marketern rät Inken Kuhlmann, Senior Manager Growing Markets bei Hubspot, deshalb, die Inhalte auf die Vorlieben und Gewohnheiten der potenziellen Kunden zuzuschneiden. Bei längeren Texten solle das Überfliegen eines Beitrags durch klar strukturierte Überschriften unterstützt werden, damit Leser an der Stelle einsteigen können, die sie am meisten interessiert.

Für die Studie wurden rund 3.000 Verbraucher befragt, je ein Drittel aus Deutschland, den USA und Lateinamerika.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Social Media, Mediennutzung

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