Ja, wo programmieren sie denn? Developer sind gefragt. Bild: Benjamin Thorn ⁄

Die Werbebranche sucht händeringend nach IT-Experten, insbesondere Web- und Mobile-Developer sind gefragt. Das hat die Arbeitsmarktanalyse des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ergeben. Aber auch Texter und Grafiker haben gute Chancen.

Werbeunternehmen und Agenturen haben auch 2016 wieder deutlich mehr Mitarbeiter gesucht (plus 32 Prozent). Besonders dringend werden IT-Fachleute gebraucht. Hier ist die Nachfrage um 179 Prozent gestiegen. Gerade Web- und Mobile Developer sind gefragt. Auch für 2017 prognostiziert der Dachverband wieder positive Zahlen.

Aber auch klassische Agenturberufe weisen positive Werte auf. Einige Zahlen: Art-Director (plus 48 Prozent), Grafiker (plus 59 Prozent), Texter (plus 25 Prozent). Die Nachfrage nach Plannern ist sogar um 94 Prozent gestiegen. Für Werbeproduktionen suchten die Agenturen im vergangene Jahr Mitarbeiter speziell für Produktion und Technik (plus 97 Prozent). Einzige Ausnahme bei den Agenturberufen bilden die Konzeptioner mit einem Minus von elf Prozent.

Werbebranche: Bedarf an Experten steigt

Die gute Werbekonjunktur sei ein Jobmotor für die Branche und lasse den Bedarf an Experten wachsen, sagt Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW. Halte sich die Politik in Sachen Werberegulierung zurück, könnten auch 2017 wieder positive Nachrichten aus der Werbewirtschaft kommen.

Das erste Halbjahr 2016 war noch recht verhalten gestartet plus sechs Prozent), doch das zweite zog kräftig an (plus 45 Prozent). Die positive Gesamtbilanz von 5.513 Jobangeboten für 2016 bedeutet schließlich das beste Ergebnis seit Jahren. Ähnlich viele Stellen wurden zuletzt 2001 ausgeschrieben.

Einen deutlichen Rückgang an Stellen gab es hingegen bei der Werbemittelverbreitung. Die Gesuche nach Anzeigenfachleuten nahmen um zehn Prozent ab, zum zweiten Mal in Folge. Die Medien insgesamt schrieben zwölf Prozent weniger Stellen aus als im Vorjahr.

Die Relevanz der Agenturen als Arbeitgeber belegt der steigende Anteil an Stellenangeboten: Er betrug 88 Prozent an den Jobofferten, 2015 waren es erst 83 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der Medien von 13 auf neun Prozent.

Die Trendanalyse des ZAW umfasst die Auswertung von Jobangeboten in ausgewählten Medien sowie auf ausgewählten Websites. Nicht erfasst werden Jobmessen, soziale Netzwerke oder Job-Portale.

Auch Vertriebs- und Marketingexperten bleiben gefragt

Schlagworte zum Thema:  Werbung, Marketing, Recruiting

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