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Weniger als die Hälfte der Versicherungen auf Facebook aktiv

Von wegen: Viele Versicherungen sind in den Social Media noch gar nicht vertreten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Fürchten sich die deutschen Versicherer vor Facebook? Bei einer Nutzerquote von nur 45 Prozent sieht es fast so aus. Als Vorreiter im Social Web hat die Studie "Versicherungen Online 2014" von Absolit Consulting die Aachen Münchner, Basler und Nürnberger ausgemacht.

Mit 45 Prozent ist es beinahe die Hälfte der Versicherungen, die ihren Kunden den Kontaktkanal Social Media vorenthält. 42 Anbieter hat Absolit Consulting unter die Lupe genommen, telefonisch sind demnach alle zu erreichen. Dabei ist Facebook ein zusätzlicher und vor allem gern genutzter Kontaktkanal. Die durchschnittlich drei Fragen, die pro Tagen eingingen, sollten doch zu beantworten sein, lautet deshalb der Kommentar des Studienautors Dr. Torsten Schwarz.

Im Web präsent sind grundsätzliche alle Versicherungen, wobei HUK24, Allianz, Ergodirekt, R+V sowie Axa am aktivsten sind. Als Vorreiter im Social Web hat die Studie die Versicherungen Aachen Münchner, Basler und Nürnberger ausgemacht, bei denen jeder zehnte Fan aktiv ist.

Schwarz sieht noch sehr viel ungenutztes Potenzial, insbesondere bei der Neukundengewinnung im Internet. Das zeigt sich auch bei einem Blick in die Suchmaschinen. Zwar sind alle Versicherungen unter ihren Eigennamen ganz oben gelistet, schaut man aber nach Begriffen wie „Hausratversicherung“ oder „KFZ-Versicherung“ zeigt sich ein ganz anderes Bild. Hier gelingt es nur wenigen, überhaupt auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu erscheinen. Manche sucht man sogar vergeblich. Weit vorne sind lediglich DEVK, R+V und Gothaer zu finden.

Auch die Webseiten sind zum Teil so unübersichtlich gestaltet, dass Neukunden schwer das gesuchte Produkt finden; Interessenten werden mit endlos langen Formularen konfrontiert. Selbst Direktversicherer, die auf Neukunden aus dem Web angewiesen sind, nutzen das Potenzial nicht voll aus.

Für die Berechnung der Onlinepräsenz wurden 24 Kriterien analysiert, darunter die Anzahl der Seiten im Web, die Reputation, die Besucherzahlen sowie das Suchmaschinenranking. Für die Ermittlung der Aktivität in den Social Media wurden Facebook, Twitter und Google+ untersucht. Schließlich wurde ein Index erstellt und das Ranking berechnet.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Online-Marketing, Kundenservice, Finanzwirtschaft

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