02.05.2014 | Social Media

Warum Content nicht geteilt wird

Wenn Content nicht geteilt wird, ist zunächst Fehlersuche angesagt.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Sicherlich ist es wichtig zu wissen, warum Content geteilt wird. Aber eigentlich muss die Frage zwecks Fehleranalyse zunächst lauten, warum eigene Artikel nicht geteilt werden. Wieso? Weil hier oft Fehler zu finden sind, die viel einfacher zu beheben sind.

Dieser Artikel ist eine Antwort auf die BuzzSumo-Studie „Warum Content geteilt wird“.

1. Ausgelutschtes Thema

Fehler Nummer Eins liegt bei der Themenauswahl. Warum sollte ein Leser auf seinem Account einen Artikel teilen, den er schon in ähnlicher Variante auf einem anderen Portal gelesen hat? Der Artikel muss nicht in jedem Fall innovativ sein, aber er muss ein bereits behandeltes Thema mindestens aus einem anderen Blickwinkel betrachten und dadurch einen Mehrwert produzieren. Tut er das nicht, wird er auch nicht geteilt.

2. Keine Kontroversen, keine Diskussion

Social-Media-Nutzer lieben es, ihre Meinung kundzutun. Das geht umso besser, je diskussionswürdiger das Thema ist. Dabei geht es nicht darum, um jeden Preis einen Skandal zu provozieren. Aber oftmals wird ein Artikel nicht geteilt, weil er nur die landläufige Meinung der jeweiligen Zielgruppe vertritt. Darüber kann man nicht nur nicht streiten, sondern sich in den meisten Fällen nicht einmal unterhalten. Und warum sollte etwas geteilt werden, worüber es sich nicht zu reden lohnt?

3. Ein Link und sonst nichts

Es ist gut, wenn Sie Content auf Ihren Social-Media-Profilen teilen. Aber denken Sie daran: Der gemeine Social-Media-Nutzer hat nicht nur eine geringe Aufmerksamkeitsspanne, sondern auch massig Klickalternativen. Warum sollte er also genau auf Ihren Link klicken, wenn dort nichts weiter steht, als der Link selbst, vielleicht noch mit dem eingeblendeten Titel? Gegen so etwas sind Social-Media-Nutzer mittlerweile allergisch, weil es nach Automatisierung riecht. Schreiben Sie also einen eigenen kleinen Teaser für Social Media. Was erfährt man, wenn man den Artikel liest? Gibt es neue Erkenntnisse? Wenn Sie wirklich nur den Link teilen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn er nicht geteilt wird – unabhängig von der Qualität des Contents.

4. Eigenwerbung ohne Mehrwert

Social-Media-Nutzer teilen Artikel in der Regel nicht, um Werbung für ein Unternehmen zu machen, sondern weil sie selbst darin einen Mehrwert sehen und den Inhalt auch für andere als hilfreiche erachten. Wenn die zentrale Botschaft Ihres Contents also ist, dass Ihr Unternehmen toll ist, stehen die Chancen gering für einen viralen Hit. Es sei denn, es ist derart geschickt verpackt, wie die Edeka Aktion „Supergeil“. Neben Mehrwert funktioniert Humor also ebenfalls. Aber wenn plumpe Eigenwerbung im Vordergrund steht, dürfen Sie auch keine jubilierenden Social-Media-Nutzer erwarten.  

5. Das Teilen schwer machen

Kaum zu glauben, aber es gibt immer noch Websites, die über keine Social-Media-Button verfügen. Das häufigere Problem sind jedoch schlecht platzierte und schwer sichtbare Social-Media-Buttons. Gerade auf Smartphones ist das Finden für den Nutzer schwierig – was immer häufiger zu Problemen führt, da die Nutzung sozialer Netzwerke auf mobilen Geräten rasant steigt. Solche Hürden führen dazu, dass Content schlicht weniger geteilt wird. Einige Seiten sind auch dazu übergegangen, Social-Media-Button im Text bei prägnanten Zitaten zu setzen, um die Teilfreudigkeit eigener Inhalte zu erhöhen.

6. Nur auf den viralen Effekt hoffen

Zurücklehnen und hoffen, dass irgendjemand, irgendwo, irgendwann den eigenen Content teilt? Das funktioniert selten. Vielleicht würden die entsprechenden Leute tatsächlich Ihren Content teilen, wenn sie ihn kennen würden. Und da kommen Sie ins Spiel. Sei es in entsprechenden Communities oder ganz gezielt an einzelne Personen: Sorgen Sie dafür, dass die Leute Ihren Inhalt wahrnehmen. Andernfalls droht Ihrem Content der virale Tod. Auch guter Content ist kein Selbstläufer!

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Social Media Marketing, Content Marketing, Content, Facebook, Twitter, Google Plus

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