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Vor diesen Herausforderungen stehen Unternehmen in Sachen Social Media

Die meisten Unternehmen bestreiten Social Media mit den bestehenden Ressourcen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Eine Umfrage von Ragan Communications und Nasdaq Omx Corporate Solutions liefert sehr tiefe Einblicke in den Umgang von amerikanischen Unternehmen mit dem Thema Social Media. Es zeigt sich, dass viele Social-Media-Abteilungen mit stagnierenden Budgets und der Erfolgsmessung zu kämpfen haben.

In 27 Prozent der Unternehmen gibt es ein Team, das sich nur mit den Social Media beschäftigt. Bei 65 Prozent der Befragten rangiert das Thema immerhin ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Dort wo es eigene Social-Media-Teams gibt, bestehen diese zu mehr als 80 Prozent aus bis zu drei Leuten. In 18 Prozent der Fälle sind es mehr als vier.

Doch obwohl das Thema sicher nicht unwichtiger wird, sind in den meisten Firmen keine Neueinstellungen erfolgt bzw. geplant: 68 Prozent beantworteten diese Frage für das Jahr 2012 negativ, für das Jahr 2013 liegt der Wert sogar bei 78 Prozent. Praktikanten werden dennoch nur von einem Viertel der Teilnehmer für die Betreuung von Social Media eingesetzt.

Mit der Erfolgsmessung zufrieden oder sehr zufrieden sind nur 31 Prozent. Fast ebenso viele sind damit gar nicht zufrieden. Rest, immerhin mehr als 40 Prozent, ist einigermaßen zufrieden. Am häufigsten gemessen werden Interaction/Engagment, sprich Followers, Fans, Likes etc. (86 Prozent). 74 Prozent messen den Webtraffic und beinahe 60 Prozent auch die Brand Reputation. Kennzahlen zur Kundenzufriedenheit und zur Zahl der Leads nutzen um die 40 Prozent der Social-Media-Abteilungen. Ganz oben steht dabei das eigene Unternehmen (86 Prozent). Branchentrends werden von 77 Prozent der Befragten verfolgt. 57 Prozent haben auch ihre Wettbewerber im Blick.

Und wo liegen die Gründe, wenn die Erfolgsmessung zu kurz kommt? Die Mehrheit gibt hier einen Mangel an Zeit oder personellen Ressourcen an. Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang: 39 Prozent sind sich nicht sicher, welcher Tools sie sich bedienen sollen, und 23 Prozent finden das ganze Thema schlicht zu herausfordernd. Die Firmen, die Tools einsetzen, setzen mehrheitlich auf kostenlose Angebote (besonders beliebt sind hier Google Analytics und Google Alerts). Sechs Prozent vertrauen nur gekaufter Software und 35 Prozent nutzen beide Möglichkeiten. Bei den kostenpflichtigen Tools liegen Hootsuite und Radian6 ganz vorne. Die deutliche Mehrheit der Befragten hat sich bei der Auswahl des Tools auf Word of Mouth verlassen.

Auch Zahlen zu den Social-Media-Budgets wurden erhoben: Bei mehr als zwei Dritteln der Unternehmen blieb das Budget im vergangenen Jahr konstant. 28 Prozent berichten von steigenden Budgets. Für das Jahr 2013 rechnen 62 Prozent der Befragten mit gleichbleibenden Budgets, zwei Prozent mit sinkenden. Die Höhen der Budgets sind prozentual sehr gleichmäßig verteilt und reichen von 1.000 Dollar bis zu mehr als 100.000 Dollar. Nur im Segment bis 1.000 Dollar gibt es eine Art "Mehrheit": 23 Prozent der Befragten verorten ihr Budget in dieser Größenordnung.

An der Studie teilgenommen haben mehr als 2.700 Personen aus der Wirtschaft, dem Non-Profit-Sektor und von Behörden.

Die vollständige Studie mit vielen weiteren Details finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Social Media

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