| Social-Media-Studie

Warum Content geteilt wird

Wann werden Artikel zum Social-Media-Hit?
Bild: MEV-Verlag, Germany

BuzzSumo hat 100 Millionen Artikel ausgewertet. Das Ziel: Herausfinden, welche Art von Content in sozialen Netzwerken am erfolgreichsten ist. Herausgekommen ist ein Katalog mit Merkmalen, die dafür sorgen sollen, dass Content auf so viele Shares, Likes und Retweets wie möglich kommt.

1. Lange Artikel schreiben

Der Trend geht – entgegen dem vielfach beschworenen Trend der kürzeren Inhalte, die auf Smartphones zum Erfolg führen sollen – zu längeren Artikeln. Aus der BuzzSumo Studie geht hervor, dass Content, der weniger als 1000 Wörter lang ist, die geringsten Chancen hat, in sozialen Netzwerken erfolgreich zu sein. Eine Maximallänge scheint es kaum zu geben, denn BuzzSumo legt Nahe, Content mit einer Mindestlänge von 2000 Wörtern zu veröffentlichen. Den meisten Erfolg können Artikel mit einer Länge zwischen 3000 Wörtern und 10.000 Wörtern vorweisen.

2. Bilder sind Trumpf

Unbebilderte Artikel sind in Social Media kein Hit – diese weit bekannte These ist nun auch durch die Studie von BuzzSumo belegt worden. Artikel mit mindestens einem Bild wurden demnach doppelt so häufig geteilt wie bilderlose Artikel. Das gilt sowohl für Facebook, als auch für Twitter. Außerdem ist es empfehlenswert, per Metadaten das Bild zu bestimmen, welches in sozialen Netzwerken zu dem jeweiligen Text angezeigt werden soll. Nur wenn das Bild auch zu dem Text passt, steigert es die sozialen Interaktionen.

3. Positive Emotionen helfen

Artikel sollen emotional sein. Aber welche Emotionen helfen, wenn ein Artikel so oft wie möglich geteilt werden soll?  BuzzSumos Top Drei in diesem Bereich heißen Ehrfurcht, Lachen und Amüsement, wobei die letzten Zwei schwer abzugrenzen sind. Negative Emotionen wie Traurigkeit sind dagegen eher hinderlich. BuzzSumo weist außerdem darauf hin, dass acht der zehn meist geteilten Artikel der letzten Monate Quizze waren.

4. Listen und Infografiken

Welche Content-Art ist in sozialen Netzwerken besonders beliebt? Auf die meisten sozialen Interaktionen kommen insgesamt Listen und Infografiken.  Überraschend befinden sich Videos und Anleitungen an der unteren Skala der teilfreudigen Artikelarten.

5. Zehner-Listen liegen ganz vorne

Listenartikel sind also erfolgreich. Aber welche Zahl an Elementen liegt ganz vorne? Auch darauf weiß BuzzSumo eine Antwort. Die magische Zahl lautet zehn. Listen mit genau zehn Punkten wurden demnach am häufigsten geteilt. Auf Platz zwei landet die 23.

6. Vertrauensvoller Content ist wichtig

Content, der einen vertrauensvollen Eindruck macht, wird häufiger geteilt. BuzzSumo definiert vertrauensvoll mit der klaren Hervorhebung eines Autors, mit oder ohne Kurzvita. Interessant ist, dass das bei Facebook kaum eine Rolle spielt, bei fast allen anderen Netzwerken jedoch ein wichtiger Faktor ist. Auf Twitter, Google+ (Gründe, warum Sie auf Google+ sein müssen) und LinkedIn hat ein Artikel also höhere Chancen geteilt zu werden, wenn klar ist, wer genau diesen Artikel geschrieben hat. Hier kann der Google Authorship helfen.

7. Influencer sind Katalysatoren

Für BuzzSomu sind Influencer Leute, deren Posts im Schnitt mindestens zwei Retweets erhalten. Bringt man einen Influencer dazu, den eigenen Artikel zu teilen, wird er im Schnitt über 30 Prozent häufiger geteilt. Es lohnt sich also, Influencer gezielt einzubinden, um die Zahl der sozialen Interaktionen in die Höhe zu treiben.

8. Content öfter selbst teilen

Die Halbwertszeit von selbst geteiltem Content liegt netzwerkübergreifend bei drei Tagen. Es kann also durchaus helfen, einmal veröffentlichten Content mehrmals zu teilen – in entsprechenden Zeitabständen. BuzzSumo empfiehlt mindestens eine Woche.

9. Dienstag ist der beste Teiltag

Der beste Tag, um einen Artikel zu veröffentlichen, damit er auf sozialen Netzwerken möglichst oft geteilt wird, ist Dienstag. Das gilt für alle sozialen Netzwerke außer Pinterest und LinkedIn. Hier ist der beste Tag zum Teilen der Montag.

Die Studie gilt nur für die USA. Sie finden sie auf okdork.com.


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Haufe Online Redaktion ⁄

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