| Befragung

Social-Media-Nutzer sind Unternehmen gegenüber aufgeschlossen

Die Angst vor einem Social-Media-Unwetter ist nur teilweise berechtigt.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Keine Angst mehr vor Shitstorms? Fast jeder zweite Onliner findet Marken und Unternehmen im Social Web sympathisch. Das ist ein Ergebnis der Studie „Social Minds 2012 – Menschen und Marken im Social Web“ von Vivaki.

Und zum Fan-Glück braucht es gar nicht so viel: Erwartet werden vor allem Hinweise auf neue Angebote/News, eine schnelle Reaktion auf Fragen bzw. Kommentare sowie ein sympathischer und authentischer Auftritt. Auch Tipps und Tricks zu Produkten und Angeboten kommen gut an. Ebenfalls interessant: 36 Prozent der Social-Media-Anhänger wurde dort bereits ein Produkt oder eine Marke empfohlen. Davon hat wiederum mehr als die Hälfte aufgrund einer Empfehlung schon mal etwas Bestimmtes gekauft oder explizit nicht gekauft. Insgesamt scheinen Empfehlungen hier jedoch einen etwas stärken Einfluss auf den Kauf als auf den Nicht-Kauf zu haben. Direkt in einem Social-Media-Angebot gekauft haben bereits 39 Prozent der Personen, denen dort schon mal etwas empfohlen wurde.

Und noch ein paar allgemeine Zahlen: 92 Prozent der deutschen Online über 14 Jahre nutzen Social-Media-Angebote, wobei Männer etwas eifriger sind. Am beliebtesten sind Soziale Netzwerke. Sie werden von 86 Prozent genutzt, wobei Facebook und Youtube klar dominieren (mehr als die Hälfte der Befragten Facebook fast täglich). Foren bringen es auf einen Anteil von 60 Prozent, Bewertungsportale auf 58 Prozent und Video-, Foto- bzw. Musikcommunitys immerhin auf 55 Prozent. Die wichtigsten Gründe für ein Engagement in den Social Media sind Kontaktpflege, Unterhaltung und Suche nach Informationen. Kein Wunder, dass die Mehrheit der Onliner auf den Plattformen eher passiv agiert, wie auch diese Studie belegt.

Und es gibt auch explizite Verweigerer von Facebook - und gar nicht so wenige: Insgesamt gehören ein Viertel der befragten 2.000 Onliner zu dieser Gruppe. Sie sind in der Mehrzahl männlich und mit 43 Jahren etwas älter als der Durchschnitt. Ihr Nutzungs-Fokus liegt nicht auf Sozialen Netzwerken, sondern auf Foren und Bewertungsportalen. Fast die Hälfte gibt an, aus Datenschutzgründen überhaupt keine Netzwerke zu nutzen. Von allen Befragten sind sogar 60 Prozent die Privatsphäre und der Schutz der persönlichen Daten im Netz sehr wichtig. Auf die Nutzung von Sozialen Netzwerken hat diese Einstellung ganz offensichtlich jedoch kaum Einfluss.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Social Commerce, Online-Marketing

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