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Krankenkassen meiden Facebook

Nicht nur bei den Kunden krankt es an der einen oder anderen Stelle.
Bild: Haufe Online Redaktion

Nachholbedarf bei ihren Online-Aktivitäten sieht die Absolit-Studie "Krankenkassen Online 2013" bei den gesetzlichen Krankenversicherern. So haben beispielsweise 25 Prozent noch immer keine eigene Facebook-Seite. Am aktivsten sind Tk, Big und Ikk.

Zwar gehört eine professionell gestaltete Website inzwischen zum Standard deutscher Krankenversicherer, im Social Web besteht jedoch Nachholbedarf. Sieben der 28 untersuchten Kassen haben demnach keine eigene Facebook-Präsenz.

Die meisten Onlinebesucher haben Techniker Krankenkasse und Aok. Dahinter folgen Barmer Gek, Dak-Gesundheit und Ikk Classic. Da diese fünf Versicherer auch die meisten Mitglieder haben, ist das Ergebnis nicht weiter überraschend. Im Vergleich zur Mitgliederzahl ist die Tk am aktivsten, während die Barmer das Internet vernachlässigt. Erstaunlich ist, dass ausgerechnet die Kleinen wie Big Direkt, Hek und Handelskrankenkasse im Verhältnis zur Mitgliederzahl im Internet deutlich präsenter sind als die Riesen Aok und Barmer.

Wer online auf Kundenfang gehen will, sollte in Suchmaschinen präsent sein. Setzt man die Aktivitäten im Suchmaschinenmarketing ins Verhältnis zur Anzahl der Versicherten, sind auch hier die Kleinen den Großen überlegen. Auf den vorderen Plätzen im Ranking stehen Big Direkt, Bkk Vbu, Ikk Gesund plus und Ikk Nord. Nachholbedarf haben Barmer Gek, Dak-Gesundheit und Aok Plus, die schon aufgrund ihrer Größe deutlich mehr Präsenz zeigen sollten.

Junge Menschen nutzen zur Recherche meist das Social Web. Während sieben der untersuchten Krankenkassen diese Entwicklung komplett ignorieren, gehören Dak-Gesundheit, Bkk mhplus, Bkk Vbu, Bahn-Bkk und Ikk Nord, die gleichzeitig auch die aktivsten Fans haben, zu den Vorreitern.

Für die Berechnung der Onlinepräsenz analysierte Absolit 24 Kriterien, darunter Besucher der Website, Reputation und Anzahl der Seiten einer Homepage. Außerdem wurde die Anzahl der Suchworte, mit denen ein Anbieter in den Top-Positionen von Suchmaschinen erscheint erfasst, ebenso die Anzahl verlinkender Domains. Für die Ermittlung der Aktivität in den Social Media wurden Facebook, Twitter sowie Google+ untersucht. Hierbei zählten die Anzahl der Fans und Follower, deren Aktivität und Erwähnung der Marke.

Schlagworte zum Thema:  Kundenbindung, Social Media, Online-Marketing

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