18.11.2014 | Social Media

Jugendliche bedienen sich der Privatsphäre-Einstellungen

Je älter die jungen Nutzer, desto mehr sind sie sich des Datenschutzes bewusst.
Bild: Michael Bamberger

Der Bitkom hat untersucht, wie es Kinder und Jugendliche im Social Web mit dem Datenschutz halten. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild einer Generation, die vollkommen selbstverständlich mit dem Internet umgeht.

Jugendliche Nutzer sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram nutzen mehrheitlich aktiv die Privatsphäre-Einstellungen sozialer Netzwerke. Das zeigen aktuelle Umfrageergebnisse. Danach haben 60 Prozent der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren die technischen Einstellungen zur Privatsphäre verändert. Dabei steigt die Quote mit dem Alter an: Unter den 10- bis 12-Jährigen haben nur 28 Prozent die Privatsphäre-Einstellungen verändert, unter den 13- bis 15-Jährigen 60 Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen sind es schließlich 79 Prozent, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

Laut Umfrage stellen die meisten Jugendlichen ein, für wen ihr persönliches Profil sichtbar ist. 84 Prozent der 10- bis 18-Jährigen, die Einstellungen in einem sozialen Netzwerk verändern, nutzen diese Funktion. 78 Prozent stellen ein, für wen bestimmte Veröffentlichungen (Postings) sichtbar sind. 60 Prozent verändern die Vorgaben, welche Nutzer auf dem eigenen Profil bzw. der eigenen Seite etwas veröffentlichen dürfen. 56 Prozent legen fest, wer sie kontaktieren darf und 54 Prozent, für welche anderen Nutzer sie zu finden sind.

Ebenfalls interessant: 62 Prozent der befragten Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren sind laut Bitkom in den Social Media mit einem Nickname unterwegs. Gleichzeitig benutzen 55 Prozent ihren vollen Vor- und Nachnamen. 53 Prozent geben ihr Geburtsdatum an. Bei den 10- bis 12-Jährigen ist das allerdings erst bei einem Viertel der Fall (16 bis 18 Jahre: 67 Prozent). 52 Prozent der 10- bis 18-Jährigen veröffentlichen ein Porträtfoto. Mädchen posten mit einem Anteil von 58 Prozent deutlich häufiger Porträtfotos als Jungen mit 46 Prozent. Auch hier steigt der Anteil mit dem Alter an. Bei den 10- bis 12-Jährigen sind es 27 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 69 Prozent.

Im Rahmen der Studie "Kinder und Jugend 3.0" sind im Auftrag des Bitkom fast 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt worden (10 bis 18 Jahre: 688). Die Umfrage ist repräsentativ. Für die Durchführung waren Bitkom Research und das Marktforschungsinstitut Forsa verantwortlich.

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Schlagworte zum Thema:  Social Media, Datenschutz, Online-Marketing

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